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Ich biete Fortbildungen und Begleitung für Menschen, Teams und Einrichtungen an, die sich mehr Sicherheit, Einfühlungsvermögen und fachliche Kompetenz im Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer wünschen.

Was ein Mensch erlebt hat, kann bis ans Lebensende beeinflussen, wie er Berührungen, Nähe oder medizinische Maßnahmen wa...
06/10/2026

Was ein Mensch erlebt hat, kann bis ans Lebensende beeinflussen, wie er Berührungen, Nähe oder medizinische Maßnahmen wahrnimmt.

Doch auch in der palliativen Versorgung selbst können Situationen traumatisch erlebt werden: eine massive Blutung, schwere Atemnot mit Erstickungsangst oder das unmittelbare Miterleben einer solchen Krise als Angehöriger.

Wie erkennen wir mögliche Traumareaktionen? Und wie können wir Patienten und Angehörige traumasensibel begleiten?

🧭 Trauma im palliativen Kontext
Erkennen, verstehen, traumasensibel begleiten

In meinem dreistündigen Online-Seminar beschäftigen wir uns mit:

• Trauma, Stress und möglichen Traumareaktionen
• Triggern, Wiedererleben, Dissoziation und Vermeidung
• früheren Erfahrungen und aktuellen Belastungen in der palliativen Versorgung
• konkreten Handlungsmöglichkeiten für eine traumasensible Begleitung

Fallbeispiele verbinden die Grundlagen mit eurem Arbeitsalltag. Auch Demenz und frühere Traumatisierung werden aufgegriffen.

Für wen?
Für Pflegekräfte, Pflegefachkräfte und weitere Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Diensten, Hospiz- und Palliativdiensten sowie sonstigen Pflegeeinrichtungen.

📅 Samstag, 13. März 2027
🕚 11–14 Uhr · live via Zoom
💶 50 € · inklusive Handout und Teilnahmebescheinigung

Anmeldung:
📩 [email protected]
🌐 www.kompassraum.de

Die Zoom-Zugangsdaten erhältst du nach Zahlungseingang etwa eine Woche vor dem Seminar.

Ich freue mich auf euch und den gemeinsamen Austausch!

Jenny · KompassRaum

Gestern: Köln. Traumastudio. Und wieder ein Stück weiter. 🌿Mit dem gestrigen Tag sind tatsächlich schon alle Basismodule...
05/10/2026

Gestern: Köln. Traumastudio. Und wieder ein Stück weiter. 🌿

Mit dem gestrigen Tag sind tatsächlich schon alle Basismodule meiner Weiterbildung zur Traumapädagogin und traumazentrierten Fachberaterin abgeschlossen.

Ein ziemlich besonderer Moment, denn jetzt liegen nur noch zwei Vertiefungswochenenden vor mir: eines zur Traumapädagogik, eines zur traumazentrierten Fachberatung. Und danach steht tatsächlich schon die Zertifizierung an. Wenn ich daran denke, wie weit weg das am Anfang klang … 😅

Gestern ging es noch einmal um Themen, die fachlich enorm wichtig sind und gleichzeitig schwer auszuhalten sein können. Unter anderem haben wir uns intensiv mit sexualisierter Gewalt, Täterstrategien und Täterprofilen beschäftigt.

Ein hartes Thema. Aber eines, bei dem Wegschauen keine Option ist.

Gerade wenn wir mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, reicht es nicht, ihnen beizubringen, laut und deutlich „Nein“ zu sagen. Schutz darf niemals davon abhängen, ob ein Kind sein Nein aussprechen, durchsetzen oder überhaupt als solches erkennen kann.

Mich beschäftigt aus diesem Wochenende wieder vieles: Grenzen, Macht und Abhängigkeit und vor allem die Verantwortung von uns Erwachsenen.

Vieles aus dieser Weiterbildung fließt längst in meine Arbeit bei KompassRaum ein. 🌿

Und langsam wird aus „irgendwann bin ich fertig“ tatsächlich:

Noch zwei Wochenenden. Dann Zertifizierung. 🥰

Traumasensibel SexualisierteGewalt Kinderschutz Trauma

Weiterbildungstag: Traumapädagogik & TraumatherapieHeute ging es für mich weiter mit Modul 7 meiner Weiterbildung zur Tr...
03/10/2026

Weiterbildungstag: Traumapädagogik & Traumatherapie

Heute ging es für mich weiter mit Modul 7 meiner Weiterbildung zur Traumapädagogin und traumazentrierten Fachberaterin.

Diesmal standen Traumapädagogik, Traumatherapie und stabilisierende Methoden im Mittelpunkt.

Und ich muss direkt etwas vorwegnehmen:
Eva Schoofs war als Dozentin einfach großartig. Fachlich unglaublich fundiert, praxisnah, lebendig und mit einer Art zu erklären, bei der selbst komplexe neurobiologische Zusammenhänge plötzlich ziemlich logisch werden. Genau so liebe ich Fortbildungen. 🤎

Ein wichtiger Schwerpunkt heute war die Abgrenzung:

Traumatherapie bedeutet, traumatische Erfahrungen gezielt therapeutisch zu bearbeiten.

Traumapädagogik bedeutet vor allem, Menschen im Alltag zu begleiten, Sicherheit zu schaffen, zu stabilisieren, Ressourcen zu stärken und dabei zu unterstützen, mit den Folgen traumatischer Erfahrungen umzugehen.

Wir haben uns mit neurobiologischen Grundlagen beschäftigt und ganz praktisch mit verschiedenen Regulations- und Stabilisierungstechniken gearbeitet: Atmung, Anker, Schütteln, die 5-4-3-2-1-Methode und einiges mehr.

Vieles davon begegnet mir bereits in meiner Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Trauer und Krisensituationen. Und trotzdem macht es einen Unterschied, noch einmal tiefer zu verstehen, was dabei eigentlich im Nervensystem passiert und warum bestimmte Interventionen hilfreich sein können.

Für mich bedeutet Weiterbildung deshalb nicht einfach, noch ein Zertifikat an die Wand zu hängen.

Sondern genauer hinzuschauen.
Die eigenen fachlichen Grenzen zu kennen.
Und Menschen noch sicherer, bewusster und traumasensibler begleiten zu können.

Danke, Eva, für diesen wirklich großartigen Weiterbildungstag und die vielen Impulse, die definitiv mit in meine Arbeit gehen.

Heute bin ich wieder für KompassRaum unterwegs.Eine Begleitung mit Jugendlichen sieht oft anders aus als die Arbeit mit ...
02/10/2026

Heute bin ich wieder für KompassRaum unterwegs.

Eine Begleitung mit Jugendlichen sieht oft anders aus als die Arbeit mit jüngeren Kindern.

Heute liegen deshalb keine vorgegebenen Übungen auf dem Tisch. Stattdessen Karten, Stift und zunächst eine ganz einfache Frage:

„Was möchtest du heute mit mir besprechen?“

Was gerade beschäftigt, darf aufgeschrieben werden. Danach kann gemeinsam geschaut werden: Was ist heute wichtig? Was kann warten? Und was darf vielleicht noch eine Weile liegen bleiben?

Diese Art zu arbeiten ist auch Teil eines traumasensiblen Ansatzes. Denn gerade nach belastenden oder überwältigenden Erfahrungen sind Selbstbestimmung, Orientierung und das Erleben von Kontrolle wichtig.

Ich entscheide also nicht, welches Thema heute „dran“ ist. Die Jugendliche entscheidet mit, worüber wir sprechen, was wir noch nicht anfassen und in welchem Tempo wir vorgehen.

Traumasensibel zu begleiten bedeutet für mich nicht, hinter jeder Reaktion ein Trauma zu vermuten. Es bedeutet, Bedingungen zu schaffen, in denen ein junger Mensch möglichst viel Sicherheit, Wahlmöglichkeit und Selbstwirksamkeit erleben kann.

Denn Jugendliche brauchen nicht einfach nur eine größere Version der Kindertrauerbegleitung. Sie brauchen ihren eigenen Raum.

Manchmal braucht es keinen Weg.
Nur einen inneren Kompass und einen Raum.

🌦️ Übung mit Kindern: „Mein Wetter in mir“Manchmal ist es gar nicht so leicht, Worte für das zu finden, was gerade in un...
02/10/2026

🌦️ Übung mit Kindern: „Mein Wetter in mir“

Manchmal ist es gar nicht so leicht, Worte für das zu finden, was gerade in uns passiert. Gerade Kinder zeigen Gefühle häufig anders, als wir Erwachsenen es erwarten.

Die Übung „Mein Wetter in mir“ kann dabei helfen, Gefühle sichtbar zu machen, ohne sie vorzugeben.

Dafür braucht es nicht viel: Papier und Stifte, Wachsmalkreiden oder Wasserfarben.

Wir können das Kind zum Beispiel fragen:

„Wenn es in dir heute ein Wetter gäbe, wie würde es aussehen?“

Und dann darf gemalt werden.

Vielleicht scheint die Sonne. Vielleicht regnet es. Vielleicht gibt es dunkle Wolken, Sturm oder einen Regenbogen. Vielleicht ist alles gleichzeitig da.

Wichtig ist: Wir geben nicht vor, was welches Wetter bedeutet.

Denn eine dunkle Wolke muss nicht automatisch Traurigkeit bedeuten. Ein Gewitter muss keine Wut sein. Und eine Sonne muss nicht für Freude stehen.

Das Kind entscheidet selbst, was sein Bild bedeutet.

Anstatt das Gemalte zu deuten, können wir neugierig bleiben:

„Magst du mir erzählen, was du gemalt hast?“

„Was passiert da gerade?“

„Wie fühlt sich dieses Wetter für dich an?“

Und vielleicht auch:

„Was würde deinem Wetter gerade guttun?“

Manchmal entsteht daraus ein Gespräch. Manchmal möchte ein Kind gar nichts erklären.

Auch das darf sein.

Das Bild darf einfach stehen bleiben.

Für mich ist genau das ein wichtiger Teil in der Begleitung von Kindern: Wir müssen ihre Gefühle nicht benennen, bevor sie selbst wissen, was sie bedeuten.

Wir können Räume schaffen, in denen Gefühle sichtbar werden dürfen.

Ohne Bewertung.
Ohne richtig oder falsch.
Und ohne vorzugeben, was ein Kind fühlen sollte.

KompassRaum ist jetzt auch auf LinkedIn.Ich möchte mich dort noch stärker mit Menschen aus Palliative Care, Hospizarbeit...
02/10/2026

KompassRaum ist jetzt auch auf LinkedIn.

Ich möchte mich dort noch stärker mit Menschen aus Palliative Care, Hospizarbeit, Trauerbegleitung sowie pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern vernetzen.

Es wird um fachlichen Austausch gehen, um Einblicke in meine Arbeit und natürlich um meine Fortbildungen und Vorträge rund um Palliative Care, Trauer und Trauma.

Denn Wissen wächst, wenn wir es miteinander teilen.

Wer ebenfalls auf LinkedIn unterwegs ist: Ich freue mich, wenn wir uns dort vernetzen.

Jennifer Becker
KompassRaum

❤️Kostenloser Infoabend❤️Palliative Care. Was bedeutet das eigentlich?Viele Menschen haben den Begriff schon einmal gehö...
01/10/2026

❤️Kostenloser Infoabend❤️
Palliative Care. Was bedeutet das eigentlich?

Viele Menschen haben den Begriff schon einmal gehört. Doch spätestens wenn eine schwere Erkrankung das eigene Leben oder das eines nahestehenden Menschen betrifft, entstehen plötzlich ganz konkrete Fragen:

Wann beginnt Palliative Care eigentlich?
Bedeutet „palliativ“, dass das Lebensende unmittelbar bevorsteht?
Was kann bei Schmerzen, Luftnot, Übelkeit oder Unruhe helfen?
Welche Unterstützung gibt es zu Hause?
Und was können Angehörige tun, ohne alles allein tragen zu müssen?

Am Sonntag, den 29. November, möchte ich Sie deshalb zu einem kostenfreien Live-Vortrag via Zoom einladen.

Und „live“ bedeutet auch wirklich live: Sie schauen sich keine Aufzeichnung und kein vorproduziertes Video an. Ich führe Sie persönlich etwa 45 Minuten durch die wichtigsten Grundlagen der Palliative Care. Verständlich, alltagsnah und ohne vorausgesetztes Fachwissen.

Anschließend bleiben etwa 15 Minuten für Ihre Fragen und den gemeinsamen Austausch. Sie können Ihre Frage persönlich stellen oder mir während der Veranstaltung direkt und vertraulich im Zoom-Chat schreiben. Ich greife sie dann auf, ohne Ihren Namen zu nennen.

Mein Wunsch für diesen Abend ist nicht, Ihnen in einer Stunde „alles über Palliative Care“ zu erzählen. Das wäre auch ein ziemlich ambitionierter Sonntagabend. 😉
Ich möchte Ihnen einen ersten Einblick, Orientierung und etwas mehr Sicherheit geben.

📅 Sonntag, 29. November 2026
🕕 18:00–19:00 Uhr
💻 LIVE via Zoom
🤎 kostenfrei

Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich:
[email protected]

Weitere Informationen:
www.kompassraum.de

Sprechen wir über MUNDPFLEGE Der Mund ist ein ganz sensibler und intimer Bereich unseres Körpers. Mit ihm sprechen wir, ...
30/09/2026

Sprechen wir über MUNDPFLEGE

Der Mund ist ein ganz sensibler und intimer Bereich unseres Körpers. Mit ihm sprechen wir, schmecken, essen, trinken und küssen. Diese Bedeutung und Intimität wird in der Versorgung sterbender Menschen manchmal vergessen.

Viele sterbende Menschen atmen zunehmend durch den Mund. Die Mundschleimhaut trocknet aus. Wer schon einmal bei einer Erkältung mit offenem Mund geschlafen hat, kennt dieses unangenehme Gefühl zumindest ein bisschen.

Nur können wir dann einfach etwas trinken.

Ein sterbender Mensch kann vielleicht nicht mehr trinken oder schlucken. Vielleicht kann er auch nicht mehr sagen: „Mein Mund ist trocken.“

Eine trockene Mundschleimhaut kann unangenehm sein, schmerzen und kleine Verletzungen können entstehen. Deshalb ist gute Mundpflege so wichtig.

Aber müssen es immer die klassischen Zitronenstäbchen sein?

Nein.

Bei der Mundpflege dürfen wir individuell denken: Was mochte der Mensch gerne?

Cola? Bier? Sekt? Kaffee? Saft?

Mundpflegestäbchen können, sofern medizinisch nichts dagegenspricht, mit kleinen Mengen eines vertrauten Getränks befeuchtet werden. Dabei geht es nicht darum, dem Menschen etwas zu trinken zu geben.

Es geht um Feuchtigkeit. Geschmack. Wohlbefinden. Und manchmal auch um ein kleines Stück Normalität.

Auch Angehörige können Mundpflege übernehmen. Gerade am Lebensende haben sie häufig das Gefühl, nur noch am Bett sitzen und „nichts mehr tun“ zu können. Mundpflege kann eine Möglichkeit sein, wieder aktiv etwas für den Menschen zu tun.

Aber ganz wichtig:

Wenn ein Mensch den Mund zukneift, den Kopf wegdreht oder auf andere Weise zeigt, dass er die Mundpflege nicht möchte, dann ist das ein Nein.

Auch ein Mensch, der nicht mehr sprechen kann, kann Grenzen zeigen. Und diese Grenzen müssen wir respektieren.

Mundpflege ist mehr als nur ein feuchter Mund.

Sie kann Berührung sein.
Geschmack.
Erinnerung.
Nähe.
Wohlbefinden.

Und manchmal einfach eine kleine Form von Fürsorge.

Rituale bei Kindern – den Tod beGREIFEN Wenn Kinder trauern, brauchen sie nicht nur Worte.Sie brauchen Möglichkeiten, zu...
28/09/2026

Rituale bei Kindern – den Tod beGREIFEN

Wenn Kinder trauern, brauchen sie nicht nur Worte.

Sie brauchen Möglichkeiten, zu sehen, zu fühlen, zu fragen und selbst etwas zu tun.

Denn Tod ist für Kinder zunächst etwas unglaublich Abstraktes. Was bedeutet „für immer“? Wo ist der Mensch jetzt? Was passiert mit dem Körper? Und warum kommt jemand, der gestorben ist, nicht wieder zurück?

Ehrliche und altersgerechte Gespräche sind wichtig. Aber manchmal reichen Worte allein nicht.

Kinder dürfen den Tod auch beGREIFEN.

Sie können eine Kerze anzünden.
Ein Bild malen.
Einen Brief schreiben.
Blumen aussuchen.
Einen Erinnerungsstein gestalten.
Etwas in den Sarg legen.
Oder auch eine Urne bemalen.

Solche Rituale machen etwas sichtbar und begreifbar, für das Kinder oft noch keine eigenen Worte haben.

Dabei geht es niemals darum, ein Kind zu etwas zu bewegen. Ein Kind darf mitmachen. Es muss nicht.

Vielleicht möchte es die Urne bemalen und fünf Minuten später lieber spielen. Vielleicht möchte es bei der Abschiednahme dabei sein. Vielleicht möchte es nur kurz schauen. Vielleicht möchte es gar nichts davon.

Auch das darf sein.

Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie können in einem Moment tief traurig sein und kurz darauf lachen, spielen oder nach einem Eis fragen. Das bedeutet nicht, dass sie weniger trauern.

Deshalb sollten wir Kinder bei Abschied und Tod nicht automatisch schützen wollen, indem wir sie ausschließen.

Wir dürfen ihnen erklären, was passiert.
Wir dürfen sie fragen, was sie möchten.
Wir dürfen ihnen etwas zutrauen.
Und wir dürfen ihnen ermöglichen, Abschied aktiv mitzugestalten.

Denn manchmal entsteht Verstehen nicht nur durch Worte.

Manchmal entsteht es durch Tun.
Durch Berühren.
Durch Gestalten.
Durch Erinnern.

So kann aus etwas Unbegreiflichem langsam etwas werden, das ein Kind ein kleines Stück mehr beGREIFEN kann.

Kinder brauchen nicht nur Worte, sondern auch Gesten und Handlungen.

Sprechen wir über LUFTNOTWer zum Beispiel Asthma hat oder schon einmal den Kölner Dom hochgestiegen ist 😉 und dabei nach...
25/09/2026

Sprechen wir über LUFTNOT

Wer zum Beispiel Asthma hat oder schon einmal den Kölner Dom hochgestiegen ist 😉 und dabei nach Luft gerungen hat, hat zumindest eine kleine Vorstellung davon, was es bedeutet, Luftnot zu erleben.
Wichtig vorab: Luftnot ist immer subjektiv und immer ernst zu nehmen.
Es gibt Patientinnen und Patienten, die über starke Luftnot klagen und sich dabei noch ohne große Anstrengung unterhalten können. Und es gibt andere, bei denen man deutlich hört und sieht, wie schwer ihnen das Atmen fällt, die selbst ihre Luftnot aber gar nicht als so belastend empfinden.
Deshalb gilt: Ganz egal, wie es von außen wirkt. Wenn ein Mensch über Luftnot klagt, müssen wir das ernst nehmen.

Das gilt natürlich auch für andere Symptome. Bei Luftnot kommt aber noch etwas Entscheidendes hinzu: ANGST.

Die Angst, keine Luft mehr zu bekommen oder sogar zu ersticken, kann furchtbar sein. Und genau diese Angst kann die Luftnot zusätzlich verstärken. Es entsteht ein Kreislauf aus Luftnot und Angst.
In der Palliativmedizin gibt es sehr gute und schnell wirksame Medikamente , um Luftnot zu lindern. Hier ist die ärztliche Behandlung wichtig.

Aber auch ganz einfache Maßnahmen können helfen und gehen gerade in angespannten Situationen schnell unter:

Lippenbremse:
Beim Ausatmen die Lippen locker aufeinanderlegen und langsam durch die leicht geöffneten Lippen ausatmen.

Kutschersitz:
Nach vorne beugen und die Unterarme oder Hände auf den Oberschenkeln abstützen. Diese Position kann das Atmen erleichtern.

Frische Luft und Luftbewegung:
Das Fenster öffnen oder für einen leichten Luftstrom im Gesicht sorgen. Schon das kann als erleichternd empfunden werden.

Ruhe bewahren:
Nicht selbst in Panik geraten. Ruhig sprechen, Sicherheit vermitteln und bei dem Menschen bleiben. Denn wer Ruhe ausstrahlt, kann diese auch ein Stück weit weitergeben.

Und ganz wichtig: Luftnot muss niemand einfach aushalten. Wenn einfache Maßnahmen nicht ausreichen, braucht es medizinische Unterstützung.

Denn bei Luftnot geht es nicht nur immer darum, die Atmung zu erleichtern.

Es geht auch darum, Angst wahrzunehmen, Sicherheit zu geben und den Menschen mit seinem Erleben ernst zu nehmen.

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Bochum
44795

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