02/09/2026
Ein Weg mit Ecken und Kanten
Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, sehe ich keine glatte, asphaltierte Straße. Ich sehe einen Pfad, der von unzähligen Stolpersteinen gepflastert ist. Manche waren klein und kamen unerwartet, andere waren so gewaltig, dass sie im ersten Moment wie unüberwindbare Felsen aussahen. Mein Leben war selten einfach, und es verlief fast nie nach Plan.
Die Schwere des Fallens
Ich bin oft gefallen. Manchmal bin ich nur ins Straucheln geraten, aber oft genug lag ich hart am Boden – erschöpft, voller Selbstzweifel und mit dem drückenden Gefühl, dass die Kraft für den nächsten Schritt einfach fehlt.
Es ist wichtig, diese Momente nicht schönzureden:
Fallen tut weh. Es kostet Tränen, es kostet Mut und es zwingt einen dazu, sich seiner eigenen Verletzlichkeit zu stellen.
Der Stillstand: Für einen Moment scheint die Welt stehen zu bleiben, während alle anderen scheinbar mühelos an einem vorbeiziehen.
Die Kraft des Aufstehens
Doch das Bemerkenswerteste an meiner Geschichte ist nicht, wie tief oder wie oft ich gefallen bin. Es ist die Tatsache, dass ich jedes einzelne Mal wieder aufgestanden bin.
Ich habe gelernt, mir den Staub von der Kleidung zu klopfen und meine Wunden heilen zu lassen. Vom Boden aus sieht die Welt oft anders aus, und manchmal musste ich erst fallen, um eine neue Richtung zu erkennen, die viel besser zu mir passte. Die Stolpersteine haben mich nicht aufgehalten; sie haben mir beigebracht, genauer hinzusehen und bewusster zu gehen.
Heute trage ich meine Narben nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Beweis meiner Resilienz. Wer nie fällt, lernt schließlich nie, wie stark die eigenen Beine ihn tragen können. Mein Weg mag steinig gewesen sein, aber er hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin: krisenerprobt, stark und bereit, mit erhobenem Kopf weiterzugehen.
Gibt es einen bestimmten Moment oder einen besonderen Stolperstein in deiner Vergangenheit, auf dessen Überwindung du heute am allermeisten stolz bist?