30/10/2026
🌑 SAMHAIN – Wenn die Schleier dünn werden
Samhain ist weit mehr als nur eine Nacht.
Es ist eine Schwellenzeit. Ein heiliger Übergang zwischen den Welten. Eine Zeit, in der wir eingeladen sind, still zu werden, nach innen zu lauschen und uns an unsere Wurzeln zu erinnern.
Im Jahreskreis markiert Samhain das Ende des alten und den Beginn eines neuen Zyklus. Die Natur zieht sich zurück, das Leben wandert nach innen. Was einst gewachsen ist, darf nun losgelassen werden. Was seine Zeit erfüllt hat, darf sterben, damit Neues entstehen kann.
In der schamanischen Tradition wird diese Zeit als besonders kraftvoll wahrgenommen. Die Schleier zwischen den Welten werden dünner. Die Verbindung zu unseren Ahnen, zu den unsichtbaren Kräften und zur geistigen Welt kann intensiver spürbar werden.
Doch diese besondere Zeit beginnt nicht erst in der Samhain-Nacht.
Sie wird bereits mit dem letzten Vollmond eingeleitet und trägt ihre besondere Energie bis zum nächsten Neumond. Ein ganzes Mondfenster des Übergangs, in dem Altes sich lösen, Vergangenes gewürdigt und die Verbindung zu unseren Wurzeln vertieft werden darf.
Es ist eine Zeit, um den Ahnen zu lauschen.
Um ihre Geschichten zu ehren.
Um Dankbarkeit für all jene zu empfinden, die vor uns gegangen sind.
Und vielleicht auch, um die Muster und Lasten zu erkennen, die wir nicht länger weitertragen möchten.
Samhain erinnert uns daran, dass der Tod kein Ende, sondern Teil des ewigen Kreislaufs des Lebens ist.
Dass Loslassen heilig sein darf.
Dass Dunkelheit nicht bedrohlich sein muss.
Und dass in jedem Ende bereits der Samen eines neuen Anfangs liegt.
🧡 Ehre deine Wurzeln.
🧡 Würdige deinen Weg.
🧡 Lass gehen, was nicht mehr zu dir gehört.
Mögest du diese Schwellenzeit bewusst durchschreiten – verbunden mit deinen Ahnen, der Erde und dem uralten Rhythmus des Lebens.
Von 🧡 zu 🧡 Eveline