27/10/2026
Ein Feld voller schwarzer Nachtschattenpflanzen (††*) 🫐
Letztes Mal beim Vorbeigehen habe ich in meiner Nähe auf einer kleinen Fläche mit jungen Tannen jede Menge schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum) gefunden. Also bestimmt einen Bestand von geschätzt 30–40 Pflanzen. Normalerweise trifft man solche Pflanzen eher vereinzelt irgendwo im urbanen Gelände an, doch auf diesem Grundstück zwischen den Tannen geht es ihnen wohl prächtig. Wie der Name schon sagt, gehört der schwarze Nachtschatten zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Für seinen Namen sind vor allem die tiefschwarzen, matten Beeren verantwortlich. Auch die Blüten erinnern sehr an jene der Kartoffel, die ebenfalls ein Nachtschattengewächs ist. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst ganz Europa, grosse Teile Afrikas, den Mittleren Osten, Indien, China, Australien, Neuseeland und Nordamerika.
*Über die Giftigkeit der reifen Beeren sind die Literaturangaben widersprüchlich und variieren von «frei von Alkaloiden» bis «am giftigsten». Aufgrund des hohen Gehalts an Alkaloiden, vor allem in den unreifen Beeren, enthalten alle Teile des Schwarzen Nachtschattens Steroidalkaloide, die den Glykoalkaloiden zugerechnet werden: Solanin, Solasonin, Solamargin und Chaconin. Die Konzentration kann mit zunehmendem Alter der Pflanze abnehmen. Dadurch lässt sich erklären, dass es zahlreiche Belege gibt, die entweder die Pflanze als Giftpflanze kategorisieren oder aber einen Einsatz als Nahrungsmittel beschreiben
Wer sich mal getraut hat, eine reife schwarze Beere zu probieren, wird feststellen, dass sie ziemlich ähnlich wie eine reife wilde Tomate schmeckt.