26/08/2026
Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, erhalten wir viele Fragen zur Lichttherapie. In dieser E-Mail geben wir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Produkte.
Im Alltag heissen sie alle «Lichttherapielampe». Gemeint sind aber drei verschiedene Geräte. Wer das eine kauft und das andere erwartet, ist enttäuscht. Nicht weil das Gerät schlecht wäre, sondern weil es ein anderes Gerät ist.
Die Wärmelampe strahlt ein breites Infrarotspektrum ab, und das spürt man. Man richtet sie auf eine Körperstelle, und nach wenigen Sekunden ist die Wärme da. Viele von Ihnen haben eine solche Lampe seit Jahren zu Hause. Sie tut, wofür sie gebaut ist: sie wärmt.
Anwendung: Erkältung, Muskelschmerzen, usw.
Die Tageslichtlampe steht auf dem Tisch oder neben dem Sessel. Man sitzt in ihrer Nähe und tut nebenbei etwas anderes: lesen, frühstücken, am Computer arbeiten. Sie gibt sehr helles, sichtbares Licht, und zwar auf Augenhöhe. Eine Angabe wie 10'000 Lux ist eine Herstellerangabe. Sie ist nur zusammen mit dem Abstand aussagekräftig, bei dem dieser Wert erreicht wird. Dort soll die Leuchte stehen. Heute gibt es auch mobile Varianten, wie Lichtbrillen oder Headsets.
Anwendung: Wintermüdigkeit, Schichtarbeit, Jetlag, usw.
Das Rot- und Nahinfrarot-LED-Panel arbeitet mit schmalen, vom Hersteller angegebenen Wellenlängenbereichen. Der rote Anteil leuchtet sichtbar, der Nahinfrarot-Anteil ist für das Auge unsichtbar. Im Vergleich zu einer Wärmelampe entsteht dabei meist deutlich weniger spürbare Wärme. Man sitzt davor, das Licht auf eine Hautfläche gerichtet, in dem Abstand, den der Hersteller nennt. Wer ein solches Panel einschaltet und die Wärme der Wärmelampe erwartet, hält es schnell für defekt. Es ist nicht defekt. Es ist ein anderes Gerät.
Anwendung: Hautgesundheit, Muskelregeneration, Wundheilung, usw.
Falls Sie schon ein Gerät zu Hause haben, lohnt es sich, immer wieder in die Bedienungsanleitung zu schauen, um die Lampe richtig einzusetzen.