22/10/2026
Friitix-Tipp am Donnschti, 22.11.26
heute hatte ich ein spannendes Erlebnis..
Ich fuhr von A nach B.
Es hätte einen kürzeren Weg gegeben. Hätte. Aber dort ist so ein doppelspuriger Kreisel, wo ich voreme Wiili mou fasch i einen ineputscht wäre. Danach fuhr ich noch mehrmals dort vorbei aber immer mit diesem mulmigen Gefühl. Da ich heute genügend Zeit hatte, wählte ich den längeren Weg. Meine Komfortzone lieber nicht verlassen, hörte ich die innere Stimme.
Und denn… Baustelle. Stau. Ewigs lang ging es nicht vorwärts. Meine „ich hab ja gnue Ziit-Ziit“ schwand dahin. Innerlich diskutierte ich mit mir selbst. Hätte. Hätte. Fahrradkette.
Ich fand dann doch noch es Schliiichwägli und konnte wieder Zeit gutmachen.
Als ich pünktlich ankam, habe ich mir selber versprochen, das nächste Mal meine Komfortzone zu verlassen.
Mich beeindruckt es eifach fescht, dass ein einziges Erlebnis (wojo nüüt schlimms passiert ist), sich sooo einbrennt. Obwohl ich ja schon etliche Male dort vorbeifuhr. Wieso gewichte ich das auf diese Weise?
Ich weiss es nicht. Aber was ich weiss, ich möchte dieses Gfüel im Buch nicht mehr haben. Deshalb werde ich diese Verkehrssituation neu überschreiben. Nicht mehr als „Achtung, weisch no? fasch hätts klöpft. Nid guet“ sehen. Sondern als: „Achtsam sii. Du chasch das. Du chasch das ganz guet. Nur Muet.“
Ich mag diese Gschichtli so gern.
Du au?
💚
Sibel Bucher, Lindenapi im Feld Suhr, Foti: de Tunnelblick