20/10/2026
Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. 🧠📉
Als diese Zahl auf der Folie in meinem letzten Impulsreferat erschien, sorgte sie für ein spürbares Raunen im Raum:
👉 Unser blinder Fleck: Rund 40 % Wissens- und Selbstüberschätzung.
Sowohl die Psychologie als auch meine tägliche Praxiserfahrung zeigen: In Bereichen ausserhalb unserer Kernkompetenz glauben wir meist mehr zu wissen, als es tatsächlich der Fall ist. Wir wissen schlichtweg nicht, wie gross unsere echten Wissenslücken sind.
Das Erschreckende?
Wenn es um unsere eigene Gesundheit geht, ist dieser blinde Fleck erfahrungsgemäss noch viel grösser.
Warum?
Weil hier keine nüchterne Sachlichkeit herrscht, sondern Emotionen, Bequemlichkeit und Verdrängung. Wir verwechseln „Ich kenne meinen Körper“ allzu oft mit „Ich verstehe, was da gerade abläuft“.
Wir ignorieren Signale, rationalisieren Symptome weg oder reden uns ein, wir hätten alles im Griff – bis der Körper die Reissleine zieht.
Sich diesen blinden Fleck einzugestehen, ist keine Schwäche. Es ist der erste Schritt, um Gesundheit wirklich zu verstehen, zu fühlen und aktiv zu gestalten.
Die Frage ist nicht, ob wir blinde Flecken haben. Die Frage ist, bei welchem Signal wir wegschauen, weil die Veränderung unbequem wäre.
Hand aufs Herz: Welches Signal deines Körpers hast du in letzter Zeit lieber ignoriert?