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12/10/2026

The takeaway? Perimenopause may be especially challenging for women already managing ADHD.

Here’s why this matters: Estrogen plays a role in regulating dopamine, a neurotransmitter involved in attention, motivation, and mood. As estrogen levels fluctuate during perimenopause, existing ADHD symptoms may become harder to manage.

For too long, women have been told these changes are just part of getting older. But understanding what’s happening in your body is the first step toward getting the right support.

👇🏻 Comment “Send link” and I’ll DM you a research article that breaks this down.

26/09/2026
Wenn du eine Tochter hast, würde ich auf diese drei Bereiche besonders achten.Denn ein junges Mädchen kann bereits in de...
04/09/2026

Wenn du eine Tochter hast, würde ich auf diese drei Bereiche besonders achten.

Denn ein junges Mädchen kann bereits in der Pubertät hormonelle und ernährungsbedingte Ungleichgewichte entwickeln – lange bevor jemand denkt, dass wirklich etwas nicht stimmt.

Wir denken bei Gesundheit oft zuerst an Herz, Leber, Gehirn und Nieren. Natürlich sind diese Organe wichtig. Aber Probleme durch Ernährung, Nährstoffmangel und Hormone können viel früher beginnen – während der Körper noch wächst und sich entwickelt.

Und jetzt mal Klartext:

Viele Mädchen essen zu wenig. Oder sie essen zwar genug Kalorien, aber viel zu wenig Nährstoffe.

Ein Mädchen in der Pubertät wächst. Sie baut Knochen, Muskeln, Blut und Gehirngewebe auf und entwickelt ihr Fortpflanzungssystem. Ihr Hormonsystem befindet sich in einer wichtigen Entwicklungsphase. Die Schilddrüse reguliert ihren Stoffwechsel. Und mit der Menstruation verliert sie regelmäßig Eisen.

Gleichzeitig sagt Social Media ihr ständig, dass sie dünner sein muss.

Mahlzeiten werden ausgelassen. Kohlenhydrate werden gestrichen. Kalorien werden gezählt. Essen wird zum Problem.

Und genau hier kann ein Ungleichgewicht beginnen.

Auch die Pille gehört in diese Diskussion.

Die Antibabypille kann den Nährstoffstatus bzw. Bedarf bestimmter Mikronährstoffe beeinflussen und zwar negativ – darunter Zink, Selen, Vitamin B6, B12, Folat und Magnesium.

Und diese Nährstoffe sind unter anderem für eine gesunde Schilddrüsenfunktion wichtig – beispielsweise für die Umwandlung von T4 in das aktive T3.

Deshalb sollten wir bei jungen Mädchen nicht erst reagieren, wenn sie mit 25 oder 30 völlig erschöpft ist.

Wenn deine Tochter ständig müde ist, friert, Haarausfall bekommt, sehr starke oder unregelmäßige Perioden hat, schnell außer Atem ist, weniger Energie oder schlechtere sportliche Leistung hat:

Schau hin.

Frag nicht zuerst:
„Wie kann sie weniger essen?“

Frag:
„Bekommt sie genug?“

Genug Protein. Kohlenhydrate. Fette. Eisen. Nährstoffe. Energie.

Denn ich möchte viel lieber, dass ein junges Mädchen lernt, ihren Körper richtig zu ernähren, Muskeln aufzubauen und stark zu werden, als dass sie lernt, ihren Körper möglichst klein zu halten!

Die Grundlage für ihre Gesundheit wird nicht erst mit 30 gelegt. Sie wird jetzt gelegt

ÖSTROGEN UND DEIN IMMUNSYSTEMHast du seit der Perimenopause häufiger Infekte, neue Allergien oder das Gefühl, dass dein ...
29/08/2026

ÖSTROGEN UND DEIN IMMUNSYSTEM

Hast du seit der Perimenopause häufiger Infekte, neue Allergien oder das Gefühl, dass dein Körper plötzlich auf Dinge reagiert, die früher überhaupt kein Problem waren?

Du wirst plötzlich ständig krank? Heilung dauert ewig?

Vielleicht ist das nicht einfach Pech.

Vielleicht hat sich etwas verändert, das dein Immunsystem jahrelang mitgesteuert hat: Östrogen.

Östrogen ist nicht nur ein „Sexualhormon“. Es ist auch ein wichtiger Regulator deines Immunsystems.

Es beeinflusst Immunzellen wie T-Zellen, B-Zellen, natürliche Killerzellen und Mastzellen – also Zellen, die an Abwehr und Entzündungsregulation beteiligt sind.

Wenn sich Östrogen in der Perimenopause stark verändert und nach der Menopause dauerhaft niedriger wird, verändert sich auch die Immunregulation.

Und das kannst du spüren.

🤧 Infekte können sich verändern.
🤒 Du fühlst dich manchmal stärker beeinträchtigt.
🐌 Erholung kann länger dauern.
🩹 Die Regeneration kann sich verändern.
🌿 Allergien oder Unverträglichkeiten können neu auftreten oder stärker werden.

ABER WARUM PLÖTZLICH ALLERGIEN?

Hier wird es besonders spannend.

Östrogen beeinflusst deine Mastzellen – kleine Immunzellen, die unter anderem Histamin freisetzen.

Studien zeigen, dass Östrogen die Aktivität und Reaktionsbereitschaft von Mastzellen beeinflussen kann.

Aber es ist nicht so einfach wie:

„Mehr Östrogen = mehr Histamin.“

Gerade in der Perimenopause schwankt Östrogen teilweise extrem. Gleichzeitig kann Progesteron durch unregelmäßige Eisprünge früher und stärker abfallen.

Dadurch verändert sich das Zusammenspiel der Hormone – und möglicherweise auch die Reaktionsbereitschaft der Mastzellen.

Die Forschung dazu ist noch nicht eindeutig.

Und dann passiert etwas, das viele Frauen kennen:

„Das habe ich doch früher problemlos vertragen!“

Ein Glas Wein.
Bestimmte Lebensmittel.
Parfum.
Kosmetik.
Pollen.
Hitze oder Stress.

Plötzlich reagiert der Körper.

Auch Histamin und Östrogen stehen miteinander in Verbindung. Deshalb können Beschwerden wie Flush, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Juckreiz oder Verdauungsprobleme in den Wechseljahren manchmal zusätzlich durch eine veränderte Histaminregulation beeinflusst werden.

UND DANN IST DA NOCH DIE AUTOIMMUNITÄT

Östrogen beeinflusst auch die Balance unseres Immunsystems.

Wenn sich diese Regulation verändert, kann sich bei manchen Frauen auch die Aktivität einer Autoimmunerkrankung verändern.

Deshalb können Erkrankungen wie Hashimoto, Rheuma oder Lupus rund um die Wechseljahre anders verlaufen.

Aber auch hier gilt: Die Hormone sind ein Teil des Ganzen, nicht die einzige Ursache.

WAS KANNST DU TUN?

Hormone sind nicht das einzige Puzzleteil – aber sie gehören dazu.

Achte besonders auf:

☀️ ausreichend Vitamin D
🐟 Omega-3-Fettsäuren
🥦 eine vielfältige Ernährung für dein Darmmikrobiom
😴 ausreichend Schlaf
💧 eine gute Nährstoffversorgung
🌿 und natürlich auf deine individuelle Hormonsituation – gerade das Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron.

Und wenn du plötzlich viel empfindlicher reagierst als früher, lohnt es sich, nicht nur das einzelne Symptom zu betrachten.

Vielleicht ist dein Körper nicht plötzlich „kompliziert“ geworden.

Vielleicht hat sich einfach seine hormonelle Umgebung verändert.

Und genau deshalb können sich die Wechseljahre manchmal so anfühlen, als würde der eigene Körper plötzlich nach völlig neuen Regeln spielen.

Die meisten Menschen leben mit metabolischer DysfunktionWürden wir 100 Frauen und 100 Männer zufällig von der Strasse ho...
27/08/2026

Die meisten Menschen leben mit metabolischer Dysfunktion

Würden wir 100 Frauen und 100 Männer zufällig von der Strasse holen und ihre Symptome, Ernährung, Lebensstil und Blutwerte gründlich analysieren, würden wir Muster sehen, die vielen ziemlich unangenehm wären – so metabolisch ungesund ist ein grosser Teil der Bevölkerung tatsächlich.

Nicht, weil jeder das gleiche Problem hätte, sondern weil moderne Physiologie erschreckend vorhersehbar wird.

Bei Frauen würde ich erwarten, dass ein riesiger Prozentsatz niedriges oder suboptimales Ferritin hat – oft begleitet von Erschöpfung, kalten Händen und Füssen, Haarausfall, schlechter Belastbarkeit beim Sport, Brain Fog, Restless Legs und einer nachlassenden Schilddrüsenleistung oder -umwandlung.

Dann würden wir fragen… warum?
- Starke Menstruationsblutungen
- Chronisches Untergewicht durch zu wenig Essen
- Zu wenig Protein und Mineralstoffe
- Übertriebenes, suboptimales Diäten
- Schlechte Eisenaufnahme
- Darmdysfunktion und niedrige Magensäure
- Jahrelanger Versuch, ein Körpergewicht zu halten, für das die Physiologie schlicht nicht genug Energie zur Verfügung hat.

Dann kommt das Östrogenproblem.
Nicht unbedingt “zu viel Östrogen”, sondern schlechte Östrogenverstoffwechslung und -ausscheidung.
Ist die Leber überlastet, der Gallenfluss gestört, der Stuhlgang träge und die Darm-Leber-Achse nicht funktionsfähig, haben Östrogenmetaboliten es deutlich schwerer, den Körper zu verlassen. Verstopfung wird dann mehr als nur unangenehm – sie wird Teil des hormonellen Gesamtbilds.

Dann gibt es den grossen Anteil an Frauen, die erschöpft, unterversorgt, hart trainierend, schlecht schlafend dasitzen und sich fragen, wo ihre Libido geblieben ist.
Sie ist chronisch unterversorgt. Chronisches Energiedefizit kann die reproduktive Signalgebung unterdrücken, die Schilddrüsenaktivität senken, Leptin- und GnRH-Signale verändern und die Androgenproduktion drosseln. Man kann dem Körper nicht dauerhaft mehr abverlangen, während man ihm gleichzeitig weniger gibt, und trotzdem erwarten, dass das endokrine System beeindruckt bleibt. Typischerweise finden wir hier eine unterdrückte Schilddrüsenfunktion.

Als Letztes würden wir bei einem grossen Teil suboptimale Leberfunktion und Gallenfluss aufdecken. Ein Leben lang belastende Körperpflegeprodukte haben die Leber überfordert und die Gallenproduktion beeinträchtigt – jetzt zeigen sich Blähungen, schlechte Fettverdauung, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung oder das Gegenteil, und höchstwahrscheinlich suboptimale Vitamin-D-Spiegel.

Jetzt nehmen wir die 100 Männer.

Hier würde ich ein ganz anderes Muster erwarten.
Ein erheblicher Prozentsatz hätte wahrscheinlich niedriges Testosteron, verbunden mit überschüssigem Körperfett, metabolischer Dysfunktion, schlechtem Schlaf, Bewegungsmangel und chronischem Alkoholkonsum.
Mehr Körperfett kann die Aromataseaktivität steigern und so die Umwandlung von Testosteron zu Östradiol erhöhen. Gleichzeitig können Adipositas und metabolische Dysfunktion die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse stören und die Testosteronproduktion senken.

Der Typ mit Bierbauch, sechs Stunden Schlaf, null Krafttraining und einer allabendlichen Alkoholgewohnheit, der sich fragt, warum sein Testosteron bei 280 liegt, sollte also nicht sofort seine Hormone verantwortlich machen. Seine Physiologie gibt ihm gerade eine gnadenlose Leistungsbeurteilung.

Dann würden wir bei vielen Männern erhöhte Leberwerte, eine Fettleber, gestörten Triglyzeridstoffwechsel, Insulinresistenz, Bluthochdruck, Schlafapnoe und weitere Folgen von chronischem Überkonsum sehen.

Das letzte durchgängige Muster bei Männern wäre schlechte kardiovaskuläre Fitness und mitochondriale Dysfunktion.
Viele Männer würden wahrscheinlich eine reduzierte aerobe Kapazität, ineffiziente Mitochondrien und geringe metabolische Flexibilität zeigen. Das moderne männliche Muster: zu viel Sitzen, zu wenig Bewegung, zu wenig Zone-2-Training. Zu viel verarbeitetes Essen und schlechter Schlaf. Das Ergebnis: ein Körper, der Mühe hat, Treibstoff effizient zu nutzen.

Frauen wird oft gesagt, sie sollen weniger essen und mehr trainieren – während sie bereits chronisch untererholt sind.

Männern wird oft gesagt, sie sollen ihr Testosteron “optimieren” – während sie eigentlich 20 Kilo abnehmen, acht Stunden schlafen, Gewichte heben und mit dem Trinken aufhören müssten.

Unterschiedliche Körper, unterschiedliche Symptome, unterschiedliche Flaschenhälse.
Doch die Grundlektion ist dieselbe: Sobald die metabolische Physiologie zu bröckeln beginnt, setzt eine negative Kaskade ein.

Der Körper ist ein vernetztes System. Energieverfügbarkeit, Nährstoffstatus, Hormone, Leberfunktion, Verdauung, Schlaf, Stress und Körperzusammensetzung stehen alle miteinander im Austausch.

Die meisten Frauen haben die metabolische Handbremse angezogenKämpfst du mit Verstopfung, Haarausfall und ständigen Stim...
27/08/2026

Die meisten Frauen haben die metabolische Handbremse angezogen

Kämpfst du mit Verstopfung, Haarausfall und ständigen Stimmungsschwankungen? Lässt du das Frühstück ausfallen, weil du einfach keinen Hunger hast? Das ist keine Vorliebe, das ist ein Symptom!!

Hier der erste Test.

Schnapp dir ein orales Thermometer und miss deine Aufwachtemperatur. Noch bevor deine Füsse den Boden berühren. Das ist ein hervorragender Proxy für deine Stoffwechselrate. Dann misst du nochmal 30 Minuten nach dem Frühstück. Verdauung sollte die Körpertemperatur ansteigen lassen – tut sie das nicht, wandelst du Nahrung nicht effizient in nutzbare Energie um.

Als Nächstes misst du zusätzlich zur Aufwachtemperatur deinen Aufwachpuls.

Niedrige Temperatur + niedriger Puls = unteraktiver Stoffwechsel ohne starke Kompensation.

Niedrige Temperatur + hoher Puls = unteraktiver Stoffwechsel, der von Stresshormonen aufrechtgehalten wird.

Das erste Muster deutet auf insgesamt niedrigere Stoffwechselaktivität ohne starke sympathische Gegenregulation hin. Das ist der Typ Mensch, der sich kalt, träge, erschöpft, verstopft, geistig verlangsamt und körperlich flach fühlt.

Beim zweiten Muster versucht der Körper, reduzierte Energieverfügbarkeit oder metabolischen Stress durch erhöhten sympathischen Antrieb auszugleichen. Katecholamine wie Adrenalin können Herzfrequenz und kardiovaskulären Antrieb hochtreiben. Das Ergebnis: Man fühlt sich gleichzeitig kalt und erschöpft – bei einem relativ erhöhten Ruhepuls.

Dein aktives Schilddrüsenhormon ist T3, und sein Job in der Zelle ist es, deine Stoffwechselrate hochzujagen. Es schaltet die Mitochondrien in den Turbo-Gang und befeuert buchstäblich die innere Schaltzentrale jeder einzelnen Zelle in deinem Körper. Genau deshalb fährt bei Schilddrüsenproblemen alles runter, du dich fühlst, als würdest du durch Watte denken (Brain Fog), und als würdest du durch Schlamm waten (Energielosigkeit).

Blutwerte zeigen uns, ob ein Hormon da ist – aber nicht wirklich, ob es auch seinen Job macht. Deshalb schauen wir auf Biometrie und Labor zusammen. Ich rate nicht gern, und das solltest du auch nicht

Schilddrüse und Darm sind miteinander verbunden. Dein Darm entscheidet mit, ob deine Schilddrüsenerkrankung „grünes Lich...
27/08/2026

Schilddrüse und Darm sind miteinander verbunden.

Dein Darm entscheidet mit, ob deine Schilddrüsenerkrankung „grünes Licht” bekommt.

Dysbiose, SIBO, H. pylori und ein durchlässiger Darm („Leaky Gut”) lassen Bakterien und Toxine die Darmbarriere überwinden. Das kann genau jene Immun- und Entzündungsreaktionen anheizen, die Schilddrüsenerkrankungen antreiben.

Ohne die richtigen Nährstoffe läuft die Schilddrüse nicht rund.

Dein Mikrobiom beeinflusst, wie gut du Eisen, Jod, Selen, Kupfer und Zink aufnimmst – und die braucht deine Schilddrüse:

• Eisen- und Jodmangel → gestörte Hormonproduktion

• Selen- und Zinkmangel → gestörte Umwandlung von T4 zu T3

Ein einzelner Mangel „zerstört” die Schilddrüse nicht sofort, aber er bringt das System spürbar aus dem Takt.

Vitamin D ist das dritte wichtige Puzzleteil.

Es reguliert das Immunsystem – und damit auch, ob eine Autoimmunreaktion Fahrt aufnimmt oder ruhig bleibt. Niedriges Vitamin D plus gestörter Darm ist ein ungünstiges Umfeld für die Schilddrüse.

Und dann beginnt die Endlosschleife:

Schilddrüse und Darm arbeiten in beide Richtungen – nicht nur der Darm beeinflusst die Schilddrüse, sondern auch umgekehrt.

1. Zu wenig T3/T4 → Darm wird träger

2. Trägerer Darm → Verstopfung, mehr Zeit für schlechte Bakterien

3. Mikrobiom kippt → Darmbarriere und Immunsystem geraten unter Druck

4. Mehr Entzündung → kann bei entsprechender Veranlagung Hashimoto befeuern

5. Schilddrüse wird noch schwächer → Darm wird noch träger

→ und der Kreislauf beginnt von vorne.

Dazu kommt Stress: Hypothyreose macht müde und stresst den Körper, das treibt Cortisol hoch, und Cortisol schwächt wiederum Darmbarriere und Mikrobiom weiter.

Die Konsequenz: Wer nur die Schilddrüse behandelt, aber den Darm ignoriert, bleibt in der Schleife gefangen. Beides gehört zusammen betrachtet – Hormone, Nährstoffe, Mikrobiom, Entzündung, Stress.

Ein tiefer Einblick in die weiblichen Hormone Männer müssen etwas verstehen, bevor sie anfangen, Frauen hormonelle Ratsc...
27/08/2026

Ein tiefer Einblick in die weiblichen Hormone

Männer müssen etwas verstehen, bevor sie anfangen, Frauen hormonelle Ratschläge zu geben, die auf dem basieren, was bei ihrem eigenen Testosteron passiert.
Die hormonelle Erfahrung eines Mannes und die einer Frau sind nicht annähernd dasselbe. Das ist kein Wettbewerb – es ist einfach grundlegende Physiologie.

Das Fortpflanzungssystem des Mannes ist während des Erwachsenenlebens vergleichsweise stabil. Testosteron wird über die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse reguliert. Der Hypothalamus setzt GnRH frei, die Hypophyse daraufhin LH und FSH. LH stimuliert die Leydig-Zellen zur Testosteronproduktion, während FSH die Sertoli-Zellen und die Spermienproduktion unterstützt.

Testosteron wird pulsartig ausgeschüttet und unterliegt einem Tagesrhythmus. Es verändert sich mit zunehmendem Alter, der Körperzusammensetzung, Schlaf, Krankheiten, Energieverfügbarkeit, Medikamenten und anderen Faktoren. Aber es gibt keinen monatlichen Fortpflanzungszyklus. Es gibt keinen Eisprung. Es gibt keinen Gelbkörper, der jeden Monat entsteht und wieder verschwindet. Es gibt kein programmiertes hormonelles Ereignis, bei dem sich das gesamte endokrine Milieu dramatisch verändern kann, weil eine Eizelle befruchtet wurde oder nicht. Die reproduktive Alterung des Mannes verläuft im Allgemeinen schleichend.

Und jetzt kommen wir zu den Frauen.

Hier wird es wirklich faszinierend.

Eine Frau hat nicht einfach „zu viel Östrogen“ oder „zu wenig Östrogen“. Ihre Fortpflanzungshormone kommunizieren miteinander und reagieren auf die Eierstockfollikel, den Eisprung, den Gelbkörper, die Gebärmutterschleimhaut, den Hypothalamus und die Hypophyse – und möglicherweise später auch auf einen Embryo, die Plazenta, die Stillzeit und das Stillen.

Das gesamte System verändert sich im Laufe des Lebens erheblich.

Der monatliche Zyklus

Zu Beginn des Menstruationszyklus sind Östrogen und Progesteron relativ niedrig, weil sich der vorherige Gelbkörper zurückgebildet hat. Dieser Hormonabfall trägt dazu bei, die Menstruation auszulösen.

Gleichzeitig setzt der Hypothalamus weiterhin GnRH frei. Dieses stimuliert die Hypophyse zur Ausschüttung von FSH und LH.

FSH rekrutiert Follikel im Eierstock. Die heranreifenden Follikel produzieren zunehmend Estradiol. Dadurch beginnt sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) aufzubauen.

Irgendwann erreicht das Estradiol einen ausreichend hohen und anhaltenden Spiegel. Dadurch verändert sich seine Rückkopplung auf Hypothalamus und Hypophyse von überwiegend negativ zu positiv.

Das führt zum berühmten LH-Peak.

Und dieser LH-Anstieg löst den Eisprung aus.

Nach dem Eisprung wird aus dem aufgeplatzten Follikel der Gelbkörper (Corpus luteum). Dieser produziert Progesteron und auch Östrogen.

Progesteron verändert die Gebärmutterschleimhaut und macht sie zu einer sekretorischen Umgebung, die eine mögliche Einnistung unterstützen kann.

Wenn keine Schwangerschaft eintritt, bildet sich der Gelbkörper schließlich zurück. Progesteron und Östrogen fallen ab. Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen.

Und herzlichen Glückwunsch – wir sind wieder bei Tag 1.

Männer können morgens aufwachen und sich Gedanken darüber machen, ob ihr Testosteron optimal ist.

Frauen durchlaufen jeden Monat einen endokrinen Staffellauf, an dem mehrere Hormone, Organe und Rückkopplungsschleifen beteiligt sind.

Dann wird sie schwanger …

Jetzt verändert sich die Physiologie erneut.

Sobald die Einnistung stattgefunden hat, produziert der sich entwickelnde Embryo bzw. das Konzeptusgewebe hCG.

hCG signalisiert dem Gelbkörper im Grunde:

„Du hast noch nicht Feierabend.“

Der Gelbkörper produziert weiterhin Progesteron, bis die Plazenta in der Lage ist, die Produktion von Steroidhormonen zu übernehmen.

Dann wird die Plazenta zu einem bedeutenden endokrinen Organ.

Östrogen und Progesteron steigen dramatisch an – und sie steigen nicht, weil der Körper „aus dem Gleichgewicht geraten“ ist.

Sie steigen, weil eine Schwangerschaft ein völlig anderer physiologischer Zustand ist.

Progesteron unterstützt das uterine Milieu und hilft, die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten.

Östrogene unterstützen unter anderem das Wachstum der Gebärmutter, Anpassungen der Durchblutung und die Entwicklung der Brust.

hPL (humanes Plazentalaktogen) verändert den mütterlichen Stoffwechsel und trägt dazu bei, Nährstoffe für den Fötus verfügbar zu machen.

Plazentahormone verändern den Stoffwechsel von Insulin und Glukose, Lipiden und Flüssigkeit sowie die kardiovaskuläre Physiologie erheblich.

Prolaktin bereitet die Brust auf die Milchbildung vor.

Oxytocin wird zunehmend wichtig für die Wehen und später für die Kontraktion der Gebärmutter nach der Geburt.

Relaxin trägt zu Anpassungen des Fortpflanzungstraktes und des Bindegewebes bei.

Das Herz-Kreislauf-System verändert sich.

Das Plasmavolumen steigt.

Das Herzzeitvolumen nimmt zu.

Die Atmung verändert sich.

Der Glukosestoffwechsel verändert sich.

Die Schilddrüsenphysiologie verändert sich.

Der Eisenbedarf verändert sich.

Der Nährstoffbedarf verändert sich.

Das Immunsystem passt sich an.

Die Physiologie der Frau ist nicht „kaputt“.

Ihr Körper hat buchstäblich das Betriebssystem verändert, weil er einen weiteren Menschen versorgt.

Dann kommt die Zeit nach der Geburt …

Dies ist einer der am meisten missverstandenen physiologischen Übergänge überhaupt.

Die Plazenta wird geboren – und plötzlich ist die enorme Quelle der Schwangerschaftshormone verschwunden.

Östrogen und Progesteron fallen dramatisch ab – und zwar nicht langsam.

Gleichzeitig bleibt Prolaktin erhöht, insbesondere bei häufigem Stillen.

Prolaktin fördert die Milchproduktion und unterdrückt über Mechanismen, an denen unter anderem die Kisspeptin-/GnRH-Signalgebung im Hypothalamus beteiligt ist, die reproduktive Signalübertragung.

Dadurch können LH und FSH reduziert und der Eisprung unterdrückt werden.

Deshalb kann eine laktationsbedingte Amenorrhoe auftreten.

Eine Frau kann also folgende Abfolge durchlaufen:

Schwangerschaft → Geburt → massiver Abfall von Östrogen und Progesteron → Stillzeit → veränderte GnRH-/LH-/FSH-Signalgebung → möglicherweise monatelang veränderte reproduktive Funktion

Und das alles während sie gleichzeitig:

* sich von der Geburt erholt,
* Blut verloren haben kann,
* Milch produziert,
* miserabel schläft
* und versucht, einen kleinen Menschen am Leben zu halten.

Und dann kommt jemand und sagt:

„Hast du schon versucht, weniger zu essen, mehr zu schlafen, dich zu entspannen und dir Zeit für dich selbst zu nehmen?“

🤷🏼‍♀️

Dann kommt das am meisten unterschätzte Jahrzehnt der Hormonphysiologie: die Perimenopause.

Hier muss ein weiteres großes Missverständnis sterben:

Perimenopause bedeutet NICHT einfach: „Das Östrogen geht langsam runter.“

Es ist wesentlich komplizierter.

Mit abnehmender Anzahl und Funktion der Eierstockfollikel verändert sich die Rückkopplung aus den Eierstöcken.

Inhibin B nimmt ab.

FSH beginnt anzusteigen.

Die Follikelentwicklung wird unvorhersehbarer.

Der Eisprung wird unregelmäßiger.

Die Progesteronproduktion kann abnehmen, weil der Eisprung – und damit die Bildung eines Gelbkörpers – weniger zuverlässig wird.

Und Estradiol sinkt nicht zwangsläufig gleichmäßig ab.

Es kann vielmehr stark schwanken.

Manche Zyklen können relativ hohe Östrogenspiegel aufweisen.

Andere können niedrigere Spiegel haben.

Manche Zyklen sind ovulatorisch.

Andere sind anovulatorisch.

Die Zykluslänge kann sich verändern.

Die Blutung kann stärker, schwächer, kürzer oder länger werden.

Der Schlaf kann sich verändern.

Die Temperaturregulation kann sich verändern.

Die Stimmung kann sich verändern.

Die Körperzusammensetzung kann sich verändern.

Und die Beschwerden können schwanken, weil sich auch das zugrunde liegende hormonelle Milieu ständig verändert.

Deshalb kann ein einzelner Östrogen- oder Progesteron-Blutwert während der Perimenopause manchmal überraschend wenig darüber aussagen, was eine Frau tatsächlich erlebt.

Man betrachtet hier keinen statischen Hormonspiegel.

Man betrachtet ein sich ständig bewegendes endokrines System.

Dann kommt die Menopause …

Die Menopause bedeutet nicht einfach zwölf Monate lang „niedrige Hormone“.

Technisch gesehen ist die Menopause der Zeitpunkt, an dem eine Frau 12 aufeinanderfolgende Monate keine Menstruation mehr hatte, ohne dass eine andere Ursache dafür vorliegt.

Die Phase, die dorthin führt, ist die Perimenopause.

Nach Eintritt der Menopause ist die ovarielle Östrogenproduktion deutlich zurückgegangen.

Estradiol ist wesentlich niedriger.

Progesteron ist niedrig, weil der regelmäßige Eisprung aufgehört hat und somit keine regelmäßige Gelbkörperbildung mehr stattfindet.

Da die negative Rückkopplung aus den Eierstöcken abgenommen hat, reagiert die Hypophyse mit einer erhöhten Ausschüttung der Gonadotropine – insbesondere FSH, aber auch LH.

Man kann also haben:

NIEDRIGES ovariales Östrogen + NIEDRIGES Progesteron + HOHES FSH + HOHES LH.

Das bedeutet nicht, dass das endokrine System „versagt“.

Es bedeutet, dass die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse auf den Verlust der ovariellen Rückkopplung reagiert.

Und Östrogen wird nicht plötzlich irrelevant, nur weil die Eierstöcke keine großen zyklischen Mengen mehr produzieren.

Periphere Gewebe können Androgene aus den Nebennieren in Östrogene umwandeln. Dabei spielt unter anderem das Fettgewebe eine Rolle.

Östrogen bleibt im gesamten Körper relevant – unter anderem für Knochen, Herz-Kreislauf-System, Gehirn und zahlreiche andere Gewebe.

Wenn also jemand versucht, das Ganze auf:

„Frauen haben einfach Östrogen und wenn sie alt werden, fällt es ab.“

zu reduzieren …

Nein!

Du hast gerade mehrere Jahrzehnte Reproduktionsendokrinologie in einen Satz gepresst, der in den Papierkorb gehört.

Die hormonelle Physiologie des Mannes ist kein Modell für die hormonelle Physiologie der Frau.

Man kann nicht seine eigene Erfahrung mit Testosteron nehmen, sie auf Frauen übertragen und anschließend davon ausgehen, man habe die weiblichen Hormone verstanden.

Frauen durchlaufen:

monatliche ovarielle Zyklen, Eisprung, Gelbkörperbildung, Menstruation, Schwangerschaft, plazentare Endokrinologie, den drastischen Hormonabfall nach der Geburt, Stillzeit, eine variable reproduktive Unterdrückung während des Stillens, die perimenopausale Dysfunktion der Eierstöcke und schließlich die Menopause mit dem dauerhaften Ende des Eisprungs.

Jeder einzelne dieser Übergänge kann Auswirkungen auf Stoffwechsel, Reproduktionsphysiologie, Temperaturregulation, Knochen, Gehirn, Herz-Kreislauf-System, Schlaf, Appetit, Körperzusammensetzung und das autonome Nervensystem haben.

Das weibliche endokrine System ist nicht deshalb kompliziert, weil Frauen kompliziert sind.

Es ist kompliziert, weil Fortpflanzung kompliziert ist

15/07/2026

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