22/10/2026
Eine Fachperson muss nicht demonstrativ das gleiche Problem darstellen, um gegenüber ihren Klienten und Followern empathisch und nahbar zu sein. Ich finde diese Entwicklung auf Social Media sogar ziemlich schräg.
Wenn du dich Coach nennst, solltest du in dem Bereich, in dem du andere unterstützt, weiter sein. Nicht perfekt und nicht unfehlbar. Aber fachlich und persönlich so stabil, dass du deine Empathie nicht durch künstliche Gleichmacherei beweisen musst.
Empathie zeigt sich durch Verständnis und dadurch, dass du jemanden professionell durch einen Prozess führen kannst. Mein Finanzberater muss mir schliesslich auch kein überzogenes Konto zeigen, damit ich glaube, dass er finanzielle Sorgen versteht. 😅 Das würde mich wenig motivieren, ihn zu beauftragen.
💝 Wir Coaches sind alle Menschen und keineswegs perfekt. Wenn wir aber selbst mitten in genau demselben ungelösten Thema stecken wie unsere Klienten, sollten wir sie darin nicht coachen.
Und wenn der Anblick eines aufrechten, fitten Menschen bei jemandem ein unangenehmes Gefühl auslöst, kann die nachhaltige Lösung nicht sein, dass dieser Mensch sich absichtlich klein macht.
Das Gefühl darf da sein. Die Aufgabe eines guten Coaches ist es aber, den Weg zum Ziel verständlich und realistisch zu machen.
Ich kann verstehen, wo du stehst, ohne so zu tun, als würde ich am gleichen Punkt stehen.
Das ist keine fehlende Nahbarkeit, sondern professionelle Haltung & Verantwortung meinen Klienten gegenüber 💛