29/10/2026
Weißt Du, was mich an diesem Gedanken so berührt?
Dass wir manchmal so sehr damit beschäftigt sind, alles richtig zu machen, niemanden zu enttäuschen, nicht zu viel zu sein und bloß nicht verlassen zu werden, dass wir dabei gar nicht merken, wie weit wir uns eigentlich von uns selbst entfernen.
Wir spüren nicht mehr richtig hin. Übergehen unsere Bedürfnisse. Halten Dinge aus, die uns nicht guttun. Und machen weiter. Weil wir es so gelernt haben. Weil wir stark sind. Weil wir glauben, dass es eben dazugehört.
Und irgendwann meldet sich der Körper. Mit einem festen Nacken, angespannten Schultern, einem flachen Atem oder diesem Gefühl, irgendwie nicht mehr richtig bei sich zu sein.
Vielleicht ist das der Moment, in dem wir anfangen dürfen, genauer hinzuschauen. Nicht, um uns schon wieder zu optimieren. Davon haben wir, glaube ich, alle genug. Sondern um überhaupt wieder mitzubekommen, was in uns los ist. Was wir brauchen. Was sich gut anfühlt. Und was eigentlich schon lange nicht mehr zu uns passt.
Und nein, das bedeutet nicht, dass wir ab jetzt nur noch unser Ding machen und alle anderen uns egal sind. 😉 Es geht darum, uns selbst in all dem nicht mehr zu vergessen. Denn Nähe darf sein. Liebe darf sein. Und Verbundenheit sowieso.
Aber bitte nicht mehr um den Preis, dass wir uns selbst dabei verlieren.
Vielleicht ist es an der Zeit, Dir selbst wieder ein bisschen näherzukommen.
Und jetzt würde mich wirklich interessieren: Wo ertappst Du Dich dabei, dass Du Dich selbst übergehst, um es anderen recht zu machen?
Erzähl mal. ❤️
Happy Feldenkrais
Deine Antje