20/10/2026
Klinischer Fall von Maria Gladkikh – Neurologin mit integrativem Ansatz, leitende Spezialistin in der Behandlung von Bandscheibenvorfällen und Schmerzsyndromen, Reflextherapeutin sowie führende Expertin der Akademie für Regenerative Medizin Dr. Renat Akhmerov®.
„Hexenschuss“ ins Bein nach dem Fußballspielen – Rückkehr in den Alltag innerhalb von zwei Wochen und zwar ohne einen chirurgischen Eingriff und ohne Tabletten.
Patient: männlich, über 40 Jahre alt
Behandlungsbeginn: 29. August 2025
Diagnose: Lumboischialgie links, myofasziales Piriformis-Syndrom, Bandscheibenvorfall L5-S1
Befund bei der Erstuntersuchung:
🔴 Schmerzen in der linken Lendenwirbelsäulenregion mit Ausstrahlung ins Bein bis zum Fuß sowie einschießende Schmerzen im Gesäß – Intensität: 5–6 von 10 Punkten
🔴 Verschlimmerung nach körperlicher Belastung (Fußballspiel)
🔴 Starke Druckschmerzhaftigkeit der paravertebralen Punkte L3–S1 links sowie im Bereich des M. piriformis
🔴 Bewegungseinschränkung in allen Ebenen
🔴 Muskelabwehrspannung links auf Höhe L3–S1
Anamnese: Vor zwei Jahren Sportverletzung beim Fußball (Sturz), Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) mit Ausstrahlung ins Bein. Behandlung mittels Infiltrationen (Blockaden) und Physiotherapie. Aktuell: nochmalige Verschlimmerung.
Wichtig: Ein MRT aus dem Jahr 2023 zeigte eine Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung) bei L5-S1. Das MRT vom September 2026 zeigte bereits einen Bandscheibenvorfall bei L5-S1. Innerhalb von drei Jahren hat sich der Zustand verschlechtert: Aus der Protrusion hatte sich ein Bandscheibenvorfall entwickelt. Es ist eine typische Vorgehensweise, bei der man nur das Symptom behandelt (Blockaden, Physiotherapie), nicht jedoch die Ursache – eine chronische Entzündung und eine gestörte Nährstoffversorgung der Bandscheibe.
Verordnet wurden:
· Paravertebrale PRP-Injektionen (Plasmolifting) – ein Serie von 4 Behandlungen im Abstand von 7 Tagen
· Hochintensive Magnetfeldtherapie (SIS-Therapie) – 5–10 Sitzungen
· MRT der Lenden- und Kreuzbeinwirbelsäule zur genaueren Abklärung
Nach einer Woche:
🟢 Schmerzen bestehen nur noch im Bereich der linken Gesäßhälfte
🟢 Keine Muskelabwehrspannung (kein Défense musculaire)
🟢 Keine Bewegungseinschränkungen
🟢 Negative Dehnungszeichen
🟢 Schmerzhaftigkeit nur im Bereich des Musculus piriformis
Verlauf: Die akuten Schmerzen verschwanden innerhalb einer Woche ohne NSAR oder Muskelrelaxanzien – allein durch die PRP-Therapie und SIS. Es verbleibt ein muskulär-tonisches Syndrom im Musculus piriformis.
Anpassung der Behandlung:
· Fortsetzung der SIS-Therapie
· Physiotherapie (Heilgymnastik)
· Ergänzung durch Stoßwellentherapie (ESWT) am Musculus piriformis – 4 Sitzungen
Was bedeutet das für den Patienten?
Der Schmerz, der bis in den Fuß ausstrahlte und normale Bewegungen unmöglich machte, verschwand innerhalb einer Woche ohne Tabletten. Die PRP-Therapie half dabei, die Entzündung schneller zu stoppen und die Geweberegeneration einzuleiten. Das verbleibende Unbehagen im Gesäß ist nicht mehr auf den Bandscheibenvorfall zurückzuführen, sondern auf einen Krampf des Musculus piriformis, den wir mittels Stoßwellentherapie und Physiotherapie behandeln.
Das Wichtigste ist jedoch: Wir haben das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt. Wenn 2023 eine Protrusion (Vorwölbung) vorlag und 2026 bereits ein Bandscheibenvorfall, bedeutet dies, dass sich die Situation ohne Behandlung der Ursache weiter verschlechtern würde. PRP ermöglicht es, nicht nur Schmerzen zu lindern, sondern auch die Degeneration der Bandscheibe zu bremsen sowie deren Nährstoffversorgung und Regeneration anzuregen.
Hatten Sie schon einmal Schmerzen, die ins Bein ausstrahlten? Wie haben Sie es bewältigt? Schreiben Sie uns darüber in die Kommentare 👇
Fallbeispiel: „Einschießender Schmerz“ ins Bein nach dem Fußballspielen