21/07/2026
Manchmal fragen mich Menschen, wie ich zum Heilbeten gekommen bin.
Ob ich einen Kurs gemacht habe. Ein Zertifikat. Ob das irgendwann „Klick“ gemacht hat.
Die Wahrheit ist: Ich wurde davon angezogen, lange bevor ich verstand, warum.
Meine Großmutter hat geheilt.
Sie legte ihre Hände auf, wenn jemand Schmerzen hatte. Sie sprach Gebete, die mehr waren als Worte. Sie wusste Dinge, die man nicht lernt, sondern weitergibt.
Ich habe sie nie kennengelernt.
Und trotzdem war sie immer da. In Geschichten. In dem, was meine Familie erzählte. In einem Wissen, das irgendwie in mir wartete.
Ich kann dir nicht erklären, warum mich das Heilbeten so angezogen hat.
Nur, dass es sich nie fremd angefühlt hat. Eher wie ein Erinnern an etwas, das ich schon kannte. Wie nach Hause kommen – an einen Ort, an dem ich nie bewusst war.
Vielleicht ist das, was wir von unseren Ahnen erben, mehr als Gene und Geschichten.
Vielleicht tragen wir auch ihre Gaben in uns. Ihre Stärken. Ihre Wege. Auch wenn wir ihnen nie begegnet sind.
Heute praktiziere ich Heilbeten, weil ich glaube, dass manche Dinge uns finden – nicht umgekehrt.
Es ist mein Weg geworden. Und vielleicht ein kleines Weitertragen dessen, was meine Großmutter begonnen hat.
Auch wenn ich ihre Hände nie gespürt habe, ich spüre, dass sie da sind. In dem, was ich tue.
Wenn du das liest und dich etwas darin berührt – vielleicht gibt es auch in dir etwas, das auf dich wartet.
https://richartz-weiler.de/heilbeten-und-besprechen/
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