01/09/2026
Ein Wort in eigener Sache: Warum ich geholfen habe und wo Grenzen liegen.
Am Sonntag erreichte mich im ein Anruf, der mich menschlich sehr berührt hat. Eine mir unbekannte Frau bat mich unter Tränen um Hilfe bei der Suche nach einer Person. Die Hintergründe – ein plötzlicher Todesfall im engsten Familienkreis – gingen mir nah. Da der Gesuchte laut ihrer Information in Engelskirchen wohnen und in der Tattoo-Branche tätig sein soll, habe ich nicht lange gezögert und die Suchmeldung über diesen Account geteilt.
Was daraufhin in den Kommentaren und Nachrichten passierte, hat mich ehrlich gesagt schockiert.
Mir ist vollkommen bewusst, dass man im Netz achtsam sein muss und Posts hinterfragen sollte. Dass mir aber unmittelbar böse Absichten oder „krumme Dinger“ unterstellt werden, trifft mich hart. Ich führe mein Studio hier in Engelskirchen seit 26 Jahren mit offenem Visier und meinem guten Namen. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht für irgendwelche Spiele hergebe, sondern schlicht helfen wollte, eine traurige Nachricht an die richtige Person zu überbringen.
Ich habe die Suchmeldung inzwischen wieder offline genommen, da die Person gefunden wurde und um den Spekulationen den Nährboden zu entziehen.
Allen anderen danke ich für die Wachsamkeit – bitte verwechselt Achtsamkeit aber nicht mit vorschneller Verurteilung.