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Folgen des DauerscrollensKurzvideos: schlecht fürs GedächtnisKurzvideoplattformen wie Tiktok und Co sind beliebt. Vor al...
19/10/2026

Folgen des Dauerscrollens
Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis

Kurzvideoplattformen wie Tiktok und Co sind beliebt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene verbringen oft täglich Stunden mit dem Betrachten der kurzen Clips. Doch was stellt die endlose Abfolge schneller Bilder mit Gehirn und Psyche an?

Nutzeroptimierung mit Folgen

Nur ein Clip und dann wieder weg vom Handy? Nur wenige Nutzenden von Kurzvideo-Plattformen schaffen das – und das ist kein Zufall. Denn durch Algorithmen werden die angebotenen Inhalte so angepasst, dass Nutzende möglichst lange auf der Plattform bleiben. Das funktioniert. Viele Nutzer*innen verbringen Stunden mit dem Betrachten der Inhalte. Die Clips wechseln dabei in schnellem Tempo und verlangen permanente Aufmerksamkeit. Zahlreiche Studien beschäftigen sich nun mit der Frage, welche Folgen das auf die geistige Leistung und die Psyche hat.

Besonders bedeutend ist das bei Kindern und Jugendlichen. Denn in diesem Alter entwickeln sich Eigenschaften wie Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsvermögen und Selbstkontrolle.

Blick auf die Studienlage

Forschende der Uni Bayreuth haben sich nun 42 Studien näher angeschaut. Insgesamt nahmen an den Studien 46 912 Personen mit einem Durchschnittsalter von 16,8 Jahren teil. Dabei wurde „unstrukturierte“, also spontane Nutzung unterscheiden von „strukturierter Nutzung“. Strukturiert meint zum Beispiel, dass die Plattformen beim Pendeln genutzt wurden, oder als gemeinsame Aktivität bei Treffen mit Freund*innen. Und eine „intensive“ oder „übermäßige“ Nutzung wurde ab einem täglichen Gebrauch von 4 Stunden definiert.

Geringerer „Arbeitsspeicher“

Die Ergebnisse: Bei intensiver und unstrukturierter Nutzung zeigten sich in Tests leicht bis moderat schlechtere Leistungen in den Punkten Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsvermögen und Gedächtnisleistung. Die Betroffenen waren etwas impulsiver und konnten ihr Verhalten schlechter regulieren. Dazu wurden höhere Werte für Angst und Depression beobachtet sowie Stress und ADHS-artige Symptome.

Einzelnen Studien zufolge ist exzessiver Konsum von Videoplattform-Inhalten sogar im Gehirn zu sehen. MRT-Untersuchungen zeigten Veränderungen im Anteil der grauen Gehirnmasse. Die Bedeutung dieser Beobachtung ist bis dato unklar.

Wissen schützt

Neben den negativen Folgen des Kurzvideo-Konsums wurden auch schützende Faktoren betrachtet. Die bloße Begrenzung der Bildschirmzeit ist keine dauerhafte Lösung. Besser wirken ein unterstützendes soziales Umfeld, Medienkompetenz und digitale Routinen, also die „strukturierte Nutzung“. Dabei sollte die digitale Mediennutzung in der Familie besprochen werden. Geeignete Gesprächsinhalte sind: Warum werden bestimmte Inhalte ausgespielt, was ist das Ziel der Plattformbetreiber, wie verhindert man, im Dauerscrollen zu „versumpfen“ und wie geht man mit dem Gesehenen um? Denn ein strukturierter, kontrollierter Umgang ist der beste Schutz vor Dauergebrauch und seinen negativen Folgen.

Quellen:

Kinder- und Jugendärzte im Netz

Springer- Medizin

16.10.2026 | Christine Sladky ; Bildrechte: mauritius images / Westend61 / zerocreatives

Bei Krankenkassen beantragenBefreiung von der RezeptgebührFür Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jä...
13/10/2026

Bei Krankenkassen beantragen
Befreiung von der Rezeptgebühr

Für Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jährlichen Rezeptgebühren eine erhebliche finanzielle Belastung. Abhilfe verspricht eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse. Doch welche Voraussetzungen sind für eine Befreiung notwendig?

Grenze für Zuzahlung erreicht?

Egal ob Medikamente, Hilfsmittel oder Krankenhausaufenthalte: Bei vielen medizinischen Leistungen müssen die Patient*innen einen kleinen Teil der Kosten aus eigener Tasche bezahlen. Wie hoch der Betrag ist, richtet sich nach dem jährlichen Brutto-Haushaltseinkommen. Um die Haushalte nicht zu sehr zu belasten, hat der Gesetzgeber eine Höchstgrenze für den jährlichen Eigenanteil eines Haushalts festgelegt. Diese Grenze ist aktuell bei 2%. Chronisch Kranke müssen sogar lediglich 1% der jährlichen Kosten übernehmen.

Ist die Belastungsgrenze überschritten, befreit die Krankenkasse die Patient*innen von alles Zuzahlungen für den Rest des Jahres. Doch Vorsicht: Für die Befreiung muss die Patient*in einen Antrag bei der Krankenkasse einreichen und alle entstandenen Kosten nachweisen. Am besten bewahren die Patient*innen deshalb den Beleg nach dem Einkauf in der Apotheke auf. Dabei ist wichtig, dass alle Belege den korrekten und vollständigen Namen des Versicherten enthalten. Bei Bedarf legen viele Apotheken für Stammkund*innen auch ein Kundenkonto an, über das problemlos alle geleisteten Zahlungen abrufbar sind.

Befreiung im Voraus

Viele chronisch kranke Menschen wissen schon zu Jahresbeginn, dass die Zuzahlungen des kommenden Jahres die Belastungsgrenze überschreiten. In diesem Fall ist eine Befreiung im Voraus sinnvoll. Mit dem Zuzahlungsrechner lässt sich die individuelle Belastungsrechner für das kommende Jahr ganz einfach selbst berechnen.

Quelle: ABDA, Bundeministerium für Gesundheit, Apothekerkammer Niedersachsen

12.10.2026 | Simone Lang ; Bildrechte: pikselstock/Shutterstock.com

Kopf vor oder nach hinten?Tipps für die Tabletten-EinnahmeTipps für die Tabletten-EinnahmeManche Menschen haben keine Pr...
07/10/2026

Kopf vor oder nach hinten?
Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme
Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.

Kopf vor und schlucken

Manche Medikamente kommen als wahre Brummer daher – z.B. die dicke Metformintablette, die viele Diabetiker*innen oft sogar zweimal täglich herunterbringen müssen. Genauso unangenehm kann es sein, wenn man täglich mehrere Tabletten auf einmal schlucken muss. Der Diabetologe Prof. Stephan Martin aus Düsseldorf hat Tipps, wie die Einnahme leichter wird.

Ganz wichtig ist dabei die richtige Haltung des Kopfes. Viele Menschen legen beim Abschlucken der Tabletten den Kopf in den Nacken. Grundfalsch, sagt Prof. Martin. Heidelberger Forscher*innen haben schon 2014 herausgefunden, dass bei dieser überstreckten Haltung die Speiseröhre eingeengt wird. Besser ist es, die Tablette auf die Zunge zu legen und sie bei zur Brust geneigtem Kopf mit Flüssigkeit herunterzuschlucken.

Rechtslage statt Linkslage

Wie schnell eine Tablette wirkt, hat auch damit zu tun, wie schnell sie den Magen erreicht. Das wurde nun ebenfalls von einer Forschergruppe untersucht. Sie simulierte den Weg einer Tablette im Computer, und zwar sowohl im Stehen als auch im Liegen. Am schnellsten gelangt eine Tablette in den Magen, wenn man bei der Einnahme auf der rechten Körperseite liegt. Grund dafür ist die Position des Magens, der sich quer im Bauch befindet. Halb so schnell kommen Medikamente im Magen an, wenn sie im Stehen geschluckt werden.

Die ungünstigste Körperhaltung ist jedoch das Liegen auf der linken Seite. Weil dabei die Tablette gegen die Schwerkraft nach oben hin transportiert werden muss, kann ihre Reise in den Magen bis zu zehnmal länger dauern als in der Rechtslage. Folglich erreichen ihre Wirkstoffe auch erst bis zu einer Stunde später die Blutbahn. Vor allem bei Schmerzmitteln ist dies höchst unerwünscht.

Schmerzmittel erst schlucken, dann hinlegen

Damit ein Schmerzmittel schnell wirkt, hat Prof Martin einen Tipp: Erst schlucken und sich dann auf die rechte Seite legen. So kommt der schmerzlindernde Wirkstoff rasch in den Magen und in die Blutbahn, erklärte der Experte.

Quelle: medscape

06.10.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: fizkes/shutterstock.com

✨ Es gibt Neuigkeiten bei uns – und wir freuen uns riesig, sie endlich mit dir zu teilen! ✨Unsere Apotheke und unsere Pr...
29/09/2026

✨ Es gibt Neuigkeiten bei uns – und wir freuen uns riesig, sie endlich mit dir zu teilen! ✨

Unsere Apotheke und unsere Praxisräume werden umgebaut! 🏗️🎉

Das bedeutet für dich in nächster Zeit leider auch: 🚗 eine etwas schwierigere Parksituation und 🔨 den ein oder anderen Baulärm. Dafür möchten wir uns schon jetzt ganz herzlich für dein Verständnis und deine Geduld bedanken. ❤️

Aber keine Sorge: Wir sind natürlich weiterhin für dich da! 💚
Und wenn dir der Weg zu uns durch die Baustelle gerade zu umständlich ist, kannst du ganz unkompliziert unseren kostenlosen Botendienst nutzen. 🚗💨💊 Wir bringen deine Medikamente einfach zu dir nach Hause.

Und das Beste: Es lohnt sich! ✨
Wir freuen uns riesig auf unsere neuen, großzügigen Räumlichkeiten und auf moderne Technik, die uns dabei unterstützt, noch besser für dich da zu sein.

Natürlich halten wir dich während der gesamten Umbauphase auf dem Laufenden und nehmen dich hier auf Instagram mit hinter die Kulissen. 👀🏗️

Danke, dass du die Umbauzeit mit uns gemeinsam durchstehst! ❤️
Wir freuen uns auf das, was kommt – und natürlich darauf, dich auch während der Bauphase bei uns begrüßen zu dürfen! 🥰

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Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTsZum Check-up in die Röhre?Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MR...
28/09/2026

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs
Zum Check-up in die Röhre?

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?

Unschädliche Untersuchungsmethode

Die Magnetresonanztomografie (MRT) nutzt Magnetfelder, um das Körperinnere sichtbar zu machen. Im Gegensatz zu Röntgenstrahlen sind Magnetfelder für den Körper nicht gefährlich. Ein „Check-up“ mit einem Ganzkörper-MRT klingt daher auch für Gesunde erstmal reizvoll – immerhin könnten Krankheiten so frühzeitig entdeckt werden, bevor sie Probleme machen. Doch in der Realität funktioniert es nicht so einfach.

Unnötige Folgeuntersuchungen

Bei konkreten Beschwerden deutet eine Auffälligkeit im MRT oft auf eine konkrete Krankheit hin, wenn die Beschwerden zum MRT-Befund passen. Bei gesunden Menschen ist das anders. Fällt dort etwas im MRT auf, müssen meist weitere Untersuchungen folgen. So kann eine Gewebeentnahme (Biopsie) nötig werden. Solche Folgeuntersuchungen können weitere Probleme verursachen, wie Blutungen oder Infektionen. Dazu kommt, das eine Auffälligkeit im MRT oft erstmal Angst vor Krebs oder anderen Erkrankungen verursacht. Das Problem: Bei etwa 4 von 10 MRTs von Gesunden gibt es einen auffälligen Befund im MRT, ohne dass eine Krankheit dahinter steckt. Nur in 1–2 % der MRTs wird eine Krankheit entdeckt, die sonst später oder gar nicht entdeckt worden wäre.

Immer eine Momentaufnahme

Auch ein unauffälliges Ergebnis im Ganzkörper-MRT hat wenig Aussagekraft. Denn ein MRT ist immer eine Momentaufnahme. Entwickelt sich eine Krankheit wenige Wochen später, wird sie beim „Check-Up“ nicht entdeckt. In diesem Sinne müssten Ganzkörper-MRTs sehr häufig erfolgen, um einen positiven Effekt zu haben. Dafür ist ein MRT in der Regel aber schlicht zu teuer. Dazu ist unklar, wie viele Erkrankungen durch einen „MRT-Checkup“ übersehen werden.

Quelle: Medizin transparent

25.09.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / Science Photo Library / Peakstock

Bei Brustenge und HerzschmerzenNitrospray richtig anwendenWer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfa...
23/09/2026

Bei Brustenge und Herzschmerzen
Nitrospray richtig anwenden

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.

Brustenge durch verengte Gefäße

Auslöser von Angina-pectoris-Anfällen sind Durchblutungsstörungen des Herzens. Die beruhen meist auf einer koronaren Herzkrankheit, d.h. auf einer „Verkalkung“ der Herzkranzgefäße. Muss das Herz aufgrund von körperlicher oder psychischer Anstrengung mehr arbeiten, transportieren die verengten Gefäße nicht mehr ausreichend Sauerstoff in die Herzmuskelzellen. Es kommt zu schmerzhaften Durchblutungsstörungen, den Angina-pectoris-Anfällen.

Nitrate sorgen dafür, dass sich die Gefäße weiten. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und das Herz entlastet. Glyceroltrinitrat, ein Abkömmling der Nitrate, wirkt innerhalb von Sekunden bis Minuten und wird daher als Notfallmedikament gegen Angina pectoris eingesetzt. Es kommt in zwei Darreichungsformen zum Einsatz: als Spray und als Kapseln zum Zerbeißen.

Nitrospray nicht in die Hosentasche

Folgende Anwendungshinweise sind beim Nitrospray zu beachten:

Immer im Sitzen verwenden. Der Wirkstoff kann den Blutdruck senken und dadurch zu Benommenheit führen.
Kappe von der Flasche abziehen und diese senkrecht mit dem Sprühkopf nach oben halten.
Öffnung des Sprühkopfs nah an den Mund halten, Zunge anheben und Wirkstoff unter die Zunge sprühen. Dort wird der Wirkstoff besonders gut über die Schleimhaut aufgenommen.
Während des Sprühens den Atem anhalten. Auf diese Weise wird die Flüssigkeit nicht eingeatmet, sondern von der Mundschleimhaut aufgenommen.
Je nach Stärke der Beschwerden ein bis drei Sprühstöße im Abstand von 30 Sekunden abgeben.
Bleiben die Beschwerden bestehen, kann nach zehn Minuten erneut gesprüht werden.
Bessern sich die Beschwerden nach insgesamt 20 Minuten nicht, über 112 den Notdienst rufen!
Wichtig beim Nitrospray ist zudem, dass man am besten zwei davon vorhält. Eins sollte man immer bei sich tragen, das andere auf den Nachttisch stellen – denn viele Angina-pectoris-Anfälle treten nachts auf. Bei sich tragen heißt übrigens nicht in der Hosentasche, denn dort ist es zu warm. Um effektiv zu wirken, darf das Spray Temperaturen über 25° C nicht ausgesetzt werden. Die Jackentasche oder die Handtasche sind deshalb als Aufbewahrungsort besser geeignet.

Kapselinhalt möglichst lange im Mund behalten

Glyceroltrinitrat gibt es auch als Weichkapsel. Diese wird bei einem Angina-pectoris-Anfall in den Mund genommen und zerbissen. Der Inhalt sollte möglichst lange im Mund verbleiben, damit der Wirkstoff über die Schleimhaut aufgenommen wird. Die Kapselhülle darf danach verschluckt oder ausgespuckt werden. Kommt es nach 10 Minuten nicht zu einer Besserung von Brustdruck und Herzschmerz, kann man eine zweite Kapsel zerbeißen. Wirkt auch diese nicht, muss der Notruf gewählt werden.

Quelle: ptaheute

22.09.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: mauritius images/BSIP/B.Boissonnet

Von Zigarette bis BeutelJedes Nikotinprodukt ist ungesundNikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen ...
21/09/2026

Von Zigarette bis Beutel
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zi******en bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.

Verschiedene Formen untersucht

Das Zi******en ungesund sind, ist bekannt. Weniger klar ist, ob das auch für Alternativprodukte wie E-Zi******en oder Nikotinbeutel gilt. Forschende der Universität Mainz haben dies nun untersucht. Dazu hat die Forschungsgruppe Studien zu Zi******en, Wasserpfeifen, E-Zi******en, Tabakerhitzern und oralen Nikotinprodukten ausgewertet. Diese Studien umfassen Grundlagenstudien zur Giftigkeit der Produkte, Tierversuche und Studien mit menschlichen Patienten. Untersucht wurde, wie sich die verschiedenen Produkte auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Schädlich sind alle

Die Forschenden haben herausgefunden, dass sämtliche Nikotinprodukte schädlich sind und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen. Am gefährlichsten waren Produkte, in denen Tabak verbrennt: Zi******en und Wasserpfeifen. Diese schädigen daneben nicht nur die Rauchenden, sondern auch die Umgebung, denn bereits beim Passivrauchen steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen an. Bereits etwas weniger schädlich waren Produkte, die Tabak erhitzen. Die geringsten Schäden verursachten E-Zi******en sowie Nikotinbeutel und Kautabak. Doch gesund sind auch diese nicht.

Gefäße geschädigt

Bei klassischen Zi******en gelangt das Nikotin durch den Rauch über die Lunge in den Körper. Doch auch bei Kautabak und aus Beuteln wird das Nikotin in den Körper aufgenommen, und zwar durch die Schleimhäute im Mund. Bei allen Produkten gelangt also Nikotin aus dem Tabak in die Blutbahn. Dort greift es die Blutgefäße an. Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, plötzlicher Herztod und Herzversagen sind mögliche Folgen. Dass auch neuere Produkte wie E-Zi******en die Blutgefäße schädigen, konnten die Forschenden bestätigen. Wie groß die Langzeitschäden sind, ist wegen fehlender Studien allerdings nach wie vor unklar.

Quelle: Ärzteblatt

18.09.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / BQ / imageBROKER

Anzahl und Intensität reduziertK2 gegen WadenkrämpfeNächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe er...
14/09/2026

Anzahl und Intensität reduziert
K2 gegen Wadenkrämpfe

Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.

Täglich 180 Mikrogramm Vitamin K2

Gegen nächtliche Wadenkrämpfe gibt es bisher noch keine Therapie, die sowohl effektiv als auch verträglich ist. So konnte für die gern empfohlenen Magnesiumpräparate in Studien noch keine Wirksamkeit belegt werden. Chinin dämmt Wadenkrämpfe zwar ein, kann dabei allerdings Nebenwirkungen wie Tinnitus, Schwindel oder sogar Blutbildveränderungen auslösen. Doch jetzt gibt es Hoffnung für Betroffene: Einer chinesischen Studie zufolge soll Vitamin K2 nächtliche Wadenkrämpfe lindern.

Knapp 200 Menschen in einem Alter von über 65 Jahren hatten an der Untersuchung teilgenommen. Die Hälfte nahm gegen ihre nächtlichen Wadenkrämpfe über acht Wochen hinweg täglich eine Kapsel mit 180 Mikrogramm Vitamin K2. Die übrigen bekamen gleich aussehende Kapseln mit Placebo.

Deutlich seltener Krämpfe

Im Durchschnitt hatten die Teilnehmenden 2,6 (Vitamin-K-Gruppe) bzw. 2,7 nächtliche Wadenkrämpfe pro Woche. Unter der Einnahme von Vitamin K2 reduzierte sich die Anzahl der Krämpfe auf 0,96 pro Woche. In der Placebogruppe stieg die durchschnittliche Zahl der wöchentlichen Krampfanfälle sogar auf 3,6/Woche leicht an.

Doch nicht nur die Häufigkeit der Wadenkrämpfe wurde durch Vitamin K2 verringert. Auch ihre Intensität und ihre jeweilige Dauer gingen unter Vitamin K2 stärker zurück als unter Placebo. Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen nicht aufgetreten.

Vor Einnahme Rücksprache halten

Vitamin K2 ist eine Form von Vitamin K und unterstützt den Knochenaufbau und die Blutgerinnung. Natürlich kommt es vor allem in tierischen Produkten wie Eiern und Fleisch vor. Es gibt Vitamin K2 aber auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tropfen, Tabletten oder Kapseln.

Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten jedoch vor der Einnahme mit ihrer Ärzt*in Rücksprache halten. Das gilt insbesondere für Patient*innen, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen – denn Vitamin K2 kann deren Wirkung hemmen.

Quelle: Ärzteblatt

08.09.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: mauritius images / Zoonar GmbH / Alamy / Alamy Stock Photos

Lächeln, sprechen, A**e hochSchlaganfall sofort erkennenBei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden,...
11/09/2026

Lächeln, sprechen, A**e hoch
Schlaganfall sofort erkennen

Bei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden, um das Gehirn der Betroffenen vor schlimmen Folgen zu bewahren. Doch wie erkennt man als Laie überhaupt solch einen Notfall?

Hirngewebe vorm Absterben retten

Ob durch ein verstopftes Gefäß oder eine Massenblutung: Beim Schlaganfall setzt die Durchblutung von Bereichen des Gehirns plötzlich aus und Hirngewebe stirbt ab. Je länger es dauert, den Blutfluss wieder in Gang zu bekommen, desto größer ist der bleibende Schaden. Er reicht von Lähmungen über Sprachstörungen bis hin zum Tod. Wird aber frühzeitig gehandelt, erholt sich das Gehirn oft komplett. Deshalb muss bei einem Verdacht auf einen Schlaganfall sofort der Notdienst alarmiert werden.

Kurzer Test zeigt die Gefahr

Laien sind sich manchmal unsicher, wie sie einen Schlaganfall erkennen können. Das ist verständlich, denn manchmal kommt diese tückische Durchblutungsstörung auch relativ diskret daher. Mit dem FAST-Test lassen sich auf einfache Weise die häufigsten Schlaganfall-Symptome abfragen. Diese betreffen das Gesicht (face), die A**e (arms) und die Sprache (speech):

Face: Die betroffene Person wird gebeten, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herab, spricht das für eine beim Schlaganfall typische Halbseitenlähmung.
Arms: Die Person soll ihre A**e nach vorne strecken und die Handflächen nach oben drehen. Bei einer Lähmung gelingt dies nicht, ein Arm sinkt oder dreht sich.
Speech: Die Betroffene soll einen einfachen Satz nachsprechen. Ist das nicht möglich oder klingt die Sprache verwaschen, liegt das wahrscheinlich an einer schlaganfallbedingten Sprachstörung.
Time: Wenn auch nur eines dieser Anzeichen zutrifft, sollte sofort die 112 angerufen und der Notfall geschildert werden.

Der FAST-Test kann auch im Internet angeschaut werden. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft wurde ein Video erstellt, das den Test erklärt und vor allem jüngere Leute ansprechen soll. Das Video heißt „Lächeln-Sprechen-A**e hoch“.

Quelle: ptaheute

07.09.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: Sfam_photo/shutterstock.com

Einfluss durch TierhaareAsthma durch Katzenkontakt?Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist...
07/09/2026

Einfluss durch Tierhaare
Asthma durch Katzenkontakt?

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?

Anfallsartige Atemnot

Asthma ist eine häufige Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Dabei verengen sich die kleinen Atemwege, die Bronchien. Die Folge sind Kurzatmigkeit und anfallsartige Atemnot. Die Ursachen sind vielfältig, grundsätzlich gibt es nicht-allergisches und allergisches Asthma. Beim allergischen Asthma wird der Auslöser des Asthmas mit der Luft eingeatmet. Als Auslöser gelten zum Beispiel Tabakrauch oder Pollen.

30.000 Kinder untersucht

Ob Tierhaare Asthma-Anfälle auslösen, ist allerdings umstritten. Forschende aus Schweden wollten den Einfluss von Tieren nun genauer wissen. Dazu haben sie in einer Studie mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche untersucht, die Allergie und Asthma hatten. Ziel der Studie war herauszufinden, ob Katzenhaare das bestehende Asthma verschlimmern. Dabei half den Forschenden auch, dass in Schweden neugeborene Hauskatzen registriert werden müssen und Gesundheitsdaten für die Forschung gut verfügbar sind.

Kein Unterschied zwischen Haushalten

Im Ergebnis fanden die Forschenden keinen Unterschied zwischen Katzenhaushalten und Familien ohne Katzen. In beiden Fällen trat mittelschweres bis schweres Asthma etwa gleich häufig auf. Das gleicht galt auch für das Auftreten von Asthma-Anfällen. Das Katzen damit keinen Einfluss auf Asthma haben, ist damit allerdings noch nicht erwiesen. Da Katzen sehr verbreitet sind, kann es auch sein, dass die Kinder und Jugendlichen auch außerhalb des eigenen Heims in Kontakt mit Katzenallergenen kommen. Gegen eine Katze in der eigenen Wohnung scheint aber für Asthmatiker nun nichts mehr zu sprechen.

Quelle: Kinderärzte im Netz

04.09.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / Cavan Images / Hayley Martin

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Garrel
49681

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Donnerstag 08:00 - 12:30
14:00 - 19:00
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Telefon

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