06/10/2026
Magnesium und Entzündungen: Studie mit Frauen in der Menopause
Je mehr Magnesium die Frauen über die Ernährung aufnahmen, desto niedriger waren ihre Entzündungswerte im Blut. Um welche Werte es geht und welche Lebensmittel viel Magnesium liefern, zeigt unser Artikel: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/mineralstoffe-spurenelemente/magesium-ueberblick/magnesium-entzuendungshemmend-ia
Grundlage ist eine Studie der Universität von Kalifornien in Los Angeles mit 3713 Frauen in der Menopause. Untersucht wurden sogenannte Entzündungsmarker. Das sind Stoffe im Blut, deren Konzentration den Grad einer Entzündung anzeigt.
Dazu gehören CRP (C-reaktives Protein), ein Eiweiß, das bei Entzündungen im Blut ansteigt, sowie TNF (Tumornekrosefaktor) und Interleukin-6. Die beiden letzten werden von Immunzellen ausgeschüttet und regulieren Entzündungsreaktionen. Alle drei Werte waren umso niedriger, je mehr Magnesium die Ernährung der Frauen enthielt.
Wichtig für die Einordnung: Die Studie beschreibt einen Zusammenhang zwischen Magnesiumaufnahme und Entzündungswerten. Ein solcher Zusammenhang allein beweist noch nicht, dass Magnesium die Ursache für die niedrigeren Werte ist.
Interessant ist der Blick auf die Blutgefäße. Die Studie deutet darauf hin, dass mehr Magnesium auch mit weniger Entzündungen in den Arterienwänden einhergeht. Solche Entzündungen gelten als Auslöser für Ablagerungen, die sogenannte Plaque. Sie kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Ob Magnesium die Plaquebildung tatsächlich hemmen kann, lässt sich aus einer einzelnen Studie aber nicht sicher ableiten.
Auch bei einer Kalkschulter könnte Magnesium eine Rolle spielen. Ohne ausreichend Magnesium kann Vitamin D nicht richtig wirken. Ein Vitamin-D-Mangel – vor allem zusammen mit wenig Vitamin K – kann den Calciumstoffwechsel stören. Kalk lagert sich dann womöglich dort ab, wo er nicht hingehört, etwa an den Schultersehnen, und kann dort schmerzhafte Entzündungen auslösen.
Dass viele Menschen zu wenig Magnesium aufnehmen, hat mehrere Gründe. Dazu zählen die industrielle Landwirtschaft mit regelmäßigem Kunstdüngereinsatz und die starke Verarbeitung vieler Lebensmittel. Schätzungen zufolge essen zudem etwa 40 Prozent der Menschen in Industrienationen nicht genug Obst und Gemüse.
Der Tagesbedarf liegt bei etwa 400 mg Magnesium. Viel davon steckt in Amaranth, Quinoa, Meeresalgen, Kürbiskernen, Mohn, Sonnenblumenkernen und Mandeln. Auch Hafer, Dinkel, Hirse, Vollkornreis, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse wie Mangold und Spinat, Kräuter wie Basilikum und Salbei sowie reiner Kakao tragen zur Versorgung bei.
Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, die eigene Magnesiumversorgung überprüfen zu lassen – am besten in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Reicht die Ernährung nicht aus, kommen Präparate infrage. Die verschiedenen Magnesiumverbindungen unterscheiden sich dabei in ihrer Wirkung.
Welche der genannten magnesiumreichen Lebensmittel haben bei Ihnen einen festen Platz auf dem Speiseplan – und welche landen eher selten auf Ihrem Teller?