30/08/2026
Was Yoga und Musik gemeinsam haben
Bevor ich Yogalehrer wurde, habe ich Musik studiert. Und je länger ich unterrichte, desto klarer wird mir: Beides hat mehr gemeinsam, als man zuerst denkt.
Als Musiker lernt man üben. Nicht als einmaliges Ereignis, sondern als kontinuierliches Nachgehen einer Praxis - egal wie der Tag oder die Woche gerade sind. Man lernt, sich selbst zu beobachten. Auszuhalten, wenn etwas nicht klappt. Strategien zu entwickeln, um weiterzukommen. Seinen eigenen Weg zu finden. Man lernt, auf die jeweiligen Gegebenheiten zu reagieren, statt starr ein einem Plan festzuhalten.
Üben wird irgendwann wie Zähneputzen - ganz selbstverständlich. Und für den Geist ist es dabei egal, ob das „Instrument“ der Körper ist, oder eine Klarinette, ein Klavier. Es sind die gleichen Übungen.
Der Unterschied: Beim Yoga geht es nicht um Höchstleistung wie in der Musik. Es geht ganz um das eigene Befinden.
Vielleicht ist das der Grund, warum ich beides liebe: Musik und Yoga sind beides Sprachen ohne Worte. Beide brauchen Übung. Beide brauchen Geduld. Und in beiden zählt am Ende nicht Perfektion - sondern Präsenz.