27/10/2026
Staub liegt auf jedem Boden. Dass man ihn auf manchen Teppichen kaum sieht, entscheidet ein Detail im Querschnitt der Faser. 🔍
Die ersten Teppichfasern waren rund. Unmattiert und durchsichtig wirkten sie wie ein Vergrößerungsglas, und selbst mattierte Fasern mit glatter Oberfläche werfen das Licht gerichtet zurück, ähnlich einem Spiegel. Lagert sich ein Partikel an, stört er dieses Bild und fällt auf.
Die trilobale Faser wurde für eine ansprechendere Optik entwickelt. Ihr konvex-konkaver Querschnitt streut das Licht diffus. Partikel in den Einbuchtungen liegen weniger exponiert, das Reflexionsverhalten ändert sich kaum. Dank größerer Oberfläche kann sie grundsätzlich mehr feinen Staub binden, grobe Partikel sinken bei runden Querschnitten dagegen tiefer ein. Entscheidender für die Staubbindung sind laut Halbmond ohnehin Florhöhe und Dichte, Polstruktur, Fasermaterial und Ausrüstung.
Der Teppichboden arbeitet also als Filter, sichtbar oder nicht. Umso wichtiger bleibt das regelmäßige Saugen. ✨
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