27/08/2026
🐴 **REHA-TAGEBUCH BUBELE – TEIL 2**
**Warum beginnen wir vorne, obwohl das Problem im Rücken liegt?**
Bei Bubele haben wir bereits gesehen: Die Oberlinie ist schwach entwickelt, im Rücken zeigt sich eine deutliche Vertiefung und es fehlt an Tragkraft.
Aber Reha bedeutet nicht, sofort mit „Muskelaufbau“ zu beginnen.
Bevor ein Pferd seinen Rücken besser nutzen und Tragkraft entwickeln kann, müssen wir zunächst die Voraussetzungen dafür schaffen.
➡️ **Bei Bubele arbeiten wir uns deshalb von vorne nach hinten.**
In den bisherigen Einheiten ging es darum, Spannung aus dem Körper zu nehmen und ihm wieder zu ermöglichen, **Hals und Kopf nach vorne abzugeben, sich zu strecken und loszulassen.**
💆 **Ein wichtiger Bestandteil: die Matrix-Rhythmus-Therapie**
Dabei werden feine rhythmische Schwingungen in das Gewebe übertragen. Ziel ist es, verspannte Muskel- und Gewebebereiche zu mobilisieren und die Muskulatur auf die weitere Arbeit vorzubereiten.
🔎 **Besonders im Fokus: der M. rhomboideus**
Dieser Muskel liegt im Bereich von Hals, Widerrist und Schulterblatt und ist an der Stabilisation und Verbindung dieser Bereiche beteiligt.
Ist dieser Bereich sehr fest, kann es dem Pferd schwerfallen, Hals und Kopf entspannt nach vorne abzugeben.
Genau hier setzen wir bei Bubele an:
**Lockern → Loslassen → nach vorne strecken → Bewegung neu organisieren.**
Erst wenn diese Basis geschaffen ist, arbeiten wir uns Schritt für Schritt weiter nach hinten und beginnen, Rumpfstabilität, Rücken und schließlich Tragkraft gezielt aufzubauen.
💚 **Reha bedeutet für uns nicht, einzelne Muskeln möglichst schnell zu trainieren.**
Sondern zu verstehen, warum ein Pferd seinen Körper so benutzt – und ihm Schritt für Schritt eine bessere Alternative zu zeigen.
➡️ **Im nächsten Teil zeigen wir euch, wie wir diese neue Beweglichkeit in die Bewegung übertragen.**