28/10/2026
Nierensteinen vorbeugen: Was Sie selbst tun können
Nierensteine können starke, krampfartige Schmerzen verursachen und immer wieder auftreten. Wer bereits einmal betroffen war, möchte deshalb verständlicherweise einer erneuten Steinbildung vorbeugen. Ganz verhindern lassen sich Nierensteine nicht immer. Ausreichendes Trinken, eine ausgewogene Ernährung und einige Veränderungen im Alltag können das Risiko jedoch senken.
Wie entstehen Nierensteine?
Nierensteine sind feste Ablagerungen, die sich aus Bestandteilen des Urins bilden. Ist der Urin stark konzentriert oder verändert sich seine Zusammensetzung, können bestimmte Salze auskristallisieren und sich zu Steinen entwickeln.
Dabei gibt es unterschiedliche Steinarten. Besonders häufig sind Kalziumoxalatsteine. Daneben kommen beispielsweise Harnsäuresteine vor. Welche Maßnahmen zur Vorbeugung besonders sinnvoll sind, hängt deshalb teilweise von der jeweiligen Steinart ab.
Ausreichend trinken, am besten über den Tag verteilt
Eine der wichtigsten Maßnahmen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Dadurch wird der Urin verdünnt und steinbildende Stoffe können sich weniger leicht ablagern.
Als Orientierung gilt häufig: Die Trinkmenge sollte so hoch sein, dass täglich etwa 2 bis 2,5 Liter Urin ausgeschieden werden. Dafür sind bei vielen Menschen ungefähr 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag notwendig. Bei Hitze, Sport oder starkem Schwitzen kann der Bedarf höher sein.
Wasser und ungesüßte Getränke sind eine gute Wahl. Wer aufgrund einer Herz- oder Nierenerkrankung seine Trinkmenge begrenzen muss, sollte die individuell geeignete Menge ärztlich abstimmen.
Salz, Fleisch und Kalzium: Auf die richtige Menge kommt es an
Auch die Ernährung kann die Steinbildung beeinflussen. Sinnvoll ist insbesondere:
- Kochsalz sparsam zu verwenden,
- Fleisch und Wurst nicht übermäßig zu verzehren,
- regelmäßig Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel zu essen,
- auf ein gesundes Körpergewicht zu achten.
Eine hohe Salzaufnahme kann dazu führen, dass mehr Kalzium über den Urin ausgeschieden wird. Auch sehr große Mengen tierischen Eiweißes können bei manchen Menschen die Bildung bestimmter Nierensteine begünstigen.
Kalzium sollte dagegen nicht ohne Grund stark eingeschränkt werden. Eine normale Kalziumzufuhr über Lebensmittel wie Milch oder Joghurt ist in der Regel erwünscht. Bei Kalziumoxalatsteinen kann ausreichend Kalzium im Darm sogar dazu beitragen, Oxalat zu binden.
Nahrungsergänzungsmittel nicht auf Verdacht einnehmen
Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Insbesondere hoch dosierte Vitamin-C-Präparate können bei entsprechend anfälligen Personen die Oxalatausscheidung erhöhen. Auch Kalziumpräparate sollten nicht ohne medizinischen Grund eingenommen werden.
Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Wer wiederholt Nierensteine entwickelt, sollte die Ursache genauer untersuchen lassen. Eine Analyse des Steins sowie Blut- und Urinuntersuchungen können individuelle Risikofaktoren aufzeigen.
Bei starken Flanken- oder Rückenschmerzen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Treten zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder eine deutlich verminderte Urinausscheidung auf, ist schnelle medizinische Hilfe erforderlich.
Vorbeugung im Alltag
Regelmäßiges Trinken und eine ausgewogene, nicht zu salzreiche Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für weitere Nierensteine zu senken. Bei wiederholter Steinbildung ist eine individuelle ärztliche Beratung besonders sinnvoll.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de