24/04/2024
Vogelgrippe-Gene in Kuhmilchproben entdeckt
Das US-Landschaftsministerium hat in aktuellen Untersuchungen genetisches Material des Vogelgrippevirus H5N1, das aktuell 33 Kuhherden in den USA betrifft, in Rohmilchproben festgestellt, wie aus einem Update der Food and Drug Administration (FDA) hervorgeht. Die Behörde sieht jedoch keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit, da die Viren durch den Pasteurisierungsprozess effektiv abgetötet werden.
Die Informationen von der FDA sind allerdings begrenzt. Es gibt
keine Details darüber, aus welchen Regionen die Proben stammen, ob die kontaminierten Proben in den Handel gelangten oder ob die Tests direkt in den betroffenen Herden durchgeführt wurden. Ebenso fehlen Angaben zur Art der nachgewiesenen Virusgene und deren Konzentration.
Laut dem Landwirtschaftsministerium, das auf seiner Webseite
keine weiteren Informationen zu diesen Tests oder deren Ergebnissen bietet, wurden die Untersuchungen mit der quantitativen Polymerase-Kettenreaktion (qPCR) durchgeführt. Diese Methode identifiziert lediglich genetische Sequenzen des Virus und kann nicht bestätigen, ob die Viren intakt sind, da sie spezifische Teile der Virus-RNA nachweist.
Um die Infektiosität zu bestimmen, werden Tests an lebenden
Zellen benötigt, die laut FDA aktuell durchgeführt werden. Der Standardtest hierfür ist der „embryonated egg viability“-Test, bei dem kontaminierte Proben in befruchtete Hühnereier eingebracht werden, um zu überprüfen, ob der Embryo überlebt. Dieser Test gilt als sehr sensitiv, benötigt jedoch Zeit, bis Ergebnisse vorliegen.
Eine schnellere Methode ist der MDCK-Test (Madin-Darby Canine
Kidney), bei dem eine Hundezellkultur mit den Proben versetzt wird, um zu beobachten, ob die Zellen nach einer Infektion absterben. Diese Methode ist jedoch weniger empfindlich als der Test mit embryonierten Eiern, und es kann zu falsch-negativen Ergebnissen kommen, besonders bei geringen Viruskonzentrationen. Die FDA betont, dass durch die in den USA übliche Pasteurisierung von Milch Viren und andere Krankheitserreger zuverlässig zerstört werden, um Bedenken in der Bevölkerung zu mildern. H5N1 und andere Influenzaviren sind hitzeempfindlich. Weniger als 1 % der Milchprodukte in den USA sind Rohmilchprodukte, und die betroffenen Farmen haben ein Verkaufsverbot für ihre Milch. Es bleibt jedoch ungewiss, ob gesunde Tiere, die nicht erkrankt sind, Viren über die Milch ausscheiden können. © rme/aerzteblatt
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