Osteopathie Quehenberger

Anrufen Wegbeschreibung Website

Osteopathie Quehenberger Schwerpunkt Frauenheilkunde & Kinder
Schwangerschaft · Geburt · Wochenbett
Säuglinge · Kinder · Erwachsene
📍 Traunstein
Termine & Infos ↓

In meiner atmosphärischen Praxis steht mein Patient*In im Mittelpunkt. Meine Spezialisierung liegt in der Frauen- und Kinderheilkunde. Ich liebe das Lernen und Lehren. Als Dozent am DOK darf ich die angehenden Osteopath*Innen auf deren Weg begleiten. In meiner Freizeit liebe ich es die Zeit mit meiner Familie zu verbringen und erhole mich bei sportlichen Aktivitäten.

21/10/2026

Knacken in der Schulter heißt nicht automatisch, dass etwas kaputt ist.

Beim Armheben oder Kreisen müssen Oberarmkopf, Schulterblatt, Schlüsselbein und Brustkorb sehr genau zusammenspielen. Dabei können Sehnen und andere Weichteile über knöcherne Strukturen gleiten, Druckverhältnisse im Gelenk verändern sich und auch die Bewegung des Schulterblatts auf dem Brustkorb kann Geräusche verursachen.

Wenn dabei keine Schmerzen, keine deutliche Schwäche und kein Instabilitätsgefühl auftreten, ist ein Knacken allein noch kein Hinweis auf eine Schädigung.

Neu auftretendes Knacken mit Schmerzen, Kraftverlust, Bewegungseinschränkung oder Instabilität sollte dagegen genauer untersucht werden.

20/10/2026

Bauchschmerzen sagen zunächst wenig über ihre Ursache aus.

Rechter Oberbauch, Oberbauch, rechter Unterbauch oder Flanke können auf völlig unterschiedliche Strukturen hinweisen. Entscheidend sind Lokalisation, Beginn, Schmerzcharakter, Ausstrahlung und Begleitsymptome.

Genau diese Informationen machen aus einem Symptom eine sinnvolle Differentialdiagnose.

19/10/2026

MYTHOS MONDAY – Frauenheilkunde

„Schwangere dürfen nicht auf dem Rücken liegen und sollten ausschließlich auf der linken Seite schlafen.“

Stimmt das wirklich?

Die Vena cava inferior transportiert das Blut aus der unteren Körperhälfte zurück zum Herzen. Sie verläuft rechts vor der Wirbelsäule.

Mit zunehmender Schwangerschaft kann die größer werdende Gebärmutter in Rückenlage Druck auf dieses Gefäß ausüben und den venösen Rückstrom beeinflussen.

Aber eine mögliche Kompression bedeutet nicht automatisch ein Vena-cava-Kompressionssyndrom.

Der Körper verfügt über verschiedene Kompensationsmechanismen. Manche Frauen bemerken überhaupt keine Beschwerden, andere reagieren mit Schwindel, Übelkeit oder einem Blutdruckabfall.

Und die rechte Seitenlage?

Die ist genauso erlaubt wie die linke!

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer kurzen Rückenlage und längeren Schlafphasen.

Ab etwa der 28. Schwangerschaftswoche wird empfohlen, zum Einschlafen eine Seitenlage zu wählen. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob links oder rechts.

Wer nachts auf dem Rücken aufwacht, muss nicht in Panik geraten, sondern kann sich einfach wieder auf die Seite drehen.

Mein Fazit:

Nicht jede Rückenlage ist gefährlich. Nicht jede Schwangere entwickelt ein Vena-cava-Syndrom. Und die linke Seitenlage ist keineswegs die einzig erlaubte Position.

Schwangere brauchen verständliche physiologische Erklärungen statt pauschaler Verbote und unnötiger Verunsicherung.

17/10/2026

Kein Muskelkater mehr = wieder vollständig regeneriert?

So einfach lässt sich Belastbarkeit nicht beurteilen.

Muskelkater kann Hinweise auf eine ungewohnte muskuläre Belastung geben, sagt aber wenig darüber aus, ob Sehnen, Knochen, Nervensystem oder Energiespeicher ebenfalls vollständig erholt beziehungsweise angepasst sind.

Interessanter sind deshalb Funktion, Leistungsfähigkeit, Bewegungsqualität und die Reaktion auf erneute Belastung.

Der Körper regeneriert nicht als Ganzes. Jeder Gewebetyp hat seine eigene biologische Uhr.

16/10/2026

Wie steuert unser Gehirn eigentlich Bewegung?

Eine Tasse greifen, einen Schritt machen oder die Hand heben. Was für uns selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis komplexer neurologischer Prozesse.

Noch bevor eine Bewegung beginnt, verarbeitet unser Gehirn Informationen über die Umgebung und die Position unseres Körpers.

Motorischer Cortex, Kleinhirn, Basalganglien und Rückenmark arbeiten dabei eng zusammen. Über motorische Nerven werden Muskeln aktiviert, während sensorische Rückmeldungen dafür sorgen, dass die Bewegung laufend angepasst werden kann.

Bewegung ist deshalb keine Einbahnstraße vom Gehirn zum Muskel.

Und genau das erklärt auch, warum beim Training nicht nur unsere Muskulatur, sondern ebenso unser Nervensystem lernt.

Im nächsten Video beschäftigen wir uns mit der Propriozeption: Woher weiß unser Gehirn eigentlich, wo sich unsere A**e und Beine befinden, ohne dass wir hinschauen?

15/10/2026

Warum entsteht eigentlich Hornhaut?

Unsere Haut ist kein starres Material. Wiederkehrender Druck und Reibung können dazu führen, dass die Hornschicht dicker wird.

Das ist ein einfaches Beispiel für ein Grundprinzip unseres Körpers:

Gewebe reagiert auf die Anforderungen, denen wir es regelmäßig aussetzen.

Aber Anpassung hat Grenzen. Sehr ausgeprägte Hornhaut kann auch zeigen, wo Druck und Belastung besonders hoch sind.

Mit diesem Video beginnt der zweite Block meiner Serie „Warum der Körper das macht“: Der Körper passt sich an.

14/10/2026

Piriformis-Syndrom oder doch etwas anderes?

Schmerzen tief im Gesäß und Ausstrahlungen ins Bein werden häufig dem Piriformis zugeschrieben. Tatsächlich können mehrere Strukturen des tiefen Gesäßraums beteiligt sein. Deshalb wird heute auch vom Deep Gluteal Syndrome gesprochen.

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu einer Nervenwurzelreizung aus der LWS.

Nicht jeder gespannte Piriformis muss gedehnt werden. Entscheidend ist, warum die Region überhaupt belastet wird.

13/10/2026

Deine Hände oder Füße sind oft kalt, obwohl dir insgesamt gar nicht kalt ist?

Das hat viel mit der Regulation der kleinen Blutgefäße zu tun. Wenn der Körper Wärme im Zentrum halten möchte, verengen sich Gefäße in der Peripherie. Dann gelangt weniger warmes Blut in Finger und Zehen.

Diese Gefäßweite wird unter anderem vom autonomen Nervensystem gesteuert. Stress, Kälte, Müdigkeit oder eine ausgeprägte Gefäßreaktion können deshalb dazu führen, dass Hände und Füße schneller auskühlen.

Wichtig: Kalte Hände oder Füße allein sind nicht automatisch krankhaft. Bei deutlichen Farbveränderungen, Schmerzen, Taubheit oder starken Seitenunterschieden sollte man genauer hinschauen.

12/10/2026

MYTHOS MONDAY – Frauenheilkunde

„Eine PDA nimmt nur die Schmerzen und beeinflusst die Geburt ansonsten nicht.“

So einfach ist es nicht.

Eine Periduralanästhesie (PDA) kann während der Geburt eine wichtige und wirksame Schmerzlinderung ermöglichen. Sie beeinflusst aber möglicherweise mehr als nur die Schmerzwahrnehmung.

Auch das Druckgefühl, der Pressdrang und – abhängig von der Dosierung – die Beweglichkeit können verändert werden.

Warum ist das für den Beckenboden wichtig?

Während der Austreibungsphase müssen Gebärmutter, Bauchwand, Zwerchfell und Beckenboden zusammenarbeiten. Gleichzeitig muss sich der Beckenboden an das Tiefertreten des Kindes anpassen.

Studien zeigen, dass eine PDA die Austreibungsphase verlängern kann. Bei älteren, höher dosierten Verfahren wurden außerdem häufiger instrumentelle Geburten beobachtet.

Gerade Geburten mit Saugglocke oder Zange sind mit einem erhöhten Risiko für bestimmte schwere Damm- und Schließmuskelverletzungen verbunden.

Aber hier müssen wir wissenschaftlich sauber unterscheiden:

Eine PDA verursacht nicht automatisch Geburtsverletzungen. Auch ein genereller Anstieg schwerer Dammverletzungen durch die PDA ist nicht eindeutig nachgewiesen.

Aus osteopathischer Sicht interessieren mich besonders die Bewegungsfreiheit, die Druckregulation und das funktionelle Zusammenspiel von Bauchwand und Beckenboden.

Mein Standpunkt:

Eine PDA ist weder grundsätzlich schlecht noch eine Maßnahme ohne mögliche Nebenwirkungen.

Sie sollte bewusst eingesetzt werden – mit verständlicher Aufklärung über Nutzen, Risiken und Alternativen sowie unter Berücksichtigung der Wünsche der Frau.

Denn gute Geburtshilfe bedeutet nicht nur Schmerzlinderung, sondern auch, die Physiologie der Geburt und die Selbstbestimmung der Frau ernst zu nehmen.

10/10/2026

Dein Baby schaut immer nur zu einer Seite? 👶

Viele Babys entwickeln in den ersten Lebenswochen eine bevorzugte Kopfseite. Das ist nicht automatisch eine Blockade oder ein behandlungsbedürftiges Problem.

Entscheidend ist, ob dein Baby den Kopf aktiv in beide Richtungen drehen kann und wie es seinen gesamten Körper bewegt.

Eine ausgeprägte Vorzugsseite kann beispielsweise mit einem muskulären Torticollis zusammenhängen. Durch die wiederholte einseitige Lagerung kann außerdem eine Schädelasymmetrie entstehen.

Aus osteopathischer Sicht interessieren mich deshalb nicht nur die Halswirbelsäule, sondern auch Schultergürtel, Thorax, Rumpf und die gesamte Bewegungsorganisation.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer normalen Seitenpräferenz und einer tatsächlichen Bewegungseinschränkung.

Bei deutlicher oder anhaltender Asymmetrie ist eine frühzeitige kinderärztliche Abklärung sinnvoll. Gezielte Physiotherapie kann bei einem muskulären Torticollis helfen.

Nicht jede Lieblingsseite ist eine Blockade. Aber eine ausgeprägte Vorzugsseite sollten wir auch nicht einfach ignorieren.

Adresse

Sparkassenplatz 1/3. OG
Traunstein
83278

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 20:00
Dienstag 08:30 - 20:00
Mittwoch 08:30 - 20:00
Donnerstag 08:30 - 20:00
Freitag 08:30 - 16:00
Samstag 09:30 - 13:00

Telefon

+4915170669615

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Osteopathie Quehenberger etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen