28/09/2026
🏥 Versorgung braucht faire Bedingungen.
Krankenhäuser stehen überall vor großen Herausforderungen: steigende Kosten, notwendige Investitionen, strukturelle Veränderungen und der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende.
Dabei spielt jedoch auch die Trägerschaft eine Rolle. Kommunale Krankenhäuser können in wirtschaftlich schwierigen Situationen zusätzliche Unterstützung ihrer öffentlichen Eigentümer erhalten. Freigemeinnützige Häuser, die ebenfalls wichtige öffentliche Versorgungsaufgaben übernehmen, verfügen nicht in gleicher Weise über diese Möglichkeit.
Vier freigemeinnützige Klinikträger haben deshalb auf unterschiedliche Ausgangsbedingungen aufmerksam gemacht und eine Debatte über faire und transparente Finanzierungsbedingungen angestoßen.
Diese Debatte halten wir als ctt für wichtig.
„Es kann nicht entscheidend sein, wem ein Krankenhaus gehört. Entscheidend muss sein, welchen Beitrag es zur Versorgung der Menschen leistet.“ Ulrike Schnell, Geschäftsführerin der ctt
Kommunale, freigemeinnützige und private Krankenhäuser sind gemeinsam Teil unserer Versorgungslandschaft. Aus unserer Sicht sollten deshalb Versorgungsbedarf und tatsächlich übernommene Aufgaben maßgeblich dafür sein, wie öffentliche Unterstützung ausgestaltet wird.
Wir teilen den Beitrag des Verbands der Katholischen Krankenhäuser und unterstützen die Forderung nach transparenten und vergleichbaren Rahmenbedingungen.
Politischer Schulterschluss gegen unfaire Krankenhausfinanzierung
Heute haben wir in Berlin mit den DRK Kliniken Berlin und der AGAPLESION gAG Position bezogen.
Bei einer Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz haben wir auf ein bundesweites Problem aufmerksam gemacht: die finanzielle Bevorzugung kommunaler Krankenhäuser durch zusätzliche öffentliche Zuschüsse. Als Initiative „Fair ist gesund“ haben wir dabei die Situation in Köln und die daraus resultierende Ungleichbehandlung der freigemeinnützigen Krankenhäuser in den Mittelpunkt gestellt.
Es geht nicht darum, kommunalen Krankenhäusern Mittel zu entziehen, sondern um faire Bedingungen für alle, die Verantwortung für die medizinische Versorgung übernehmen.
Die gemeinsame Pressekonferenz hat deutlich gemacht, dass eine faire Krankenhausfinanzierung nicht an den Kölner Stadtgrenzen endet. Sie betrifft die Trägervielfalt und die medizinische Versorgung in ganz Deutschland.
Wir danken allen Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Schulterschluss und den offenen Austausch.
Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://pressekonferenz.tv/e/135
Weitere Informationen zu unserer Initiative:
https://www.fair-ist-gesund.de